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Abschied nach 21 Jahren

St. Martin in Rendsburg Abschied nach 21 Jahren

21 Jahre war Manfred Beuke Pastor an der katholischen Kirchengemeinde St. Martin in Rendsburg. Jetzt geht er in Ruhestand. Abschied ist am Sonntag.

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Manfred Beuke war 21 Jahre lang Pastor in St. Martin in Rendsburg.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Am 30. Juni ist Manfred Beuke als Pfarrer der Pfarrei St. Martin in Rendsburg ausgeschieden. Der 74-Jährige wird am Sonntag um 15 Uhr in einem Gottesdienst mit Eucharistiefeier in der Kirche St. Martin in der Herrenstraße verabschiedet.

21 Jahre in einer Pfarrei tätig – Das ist in der katholischen Kirche für einen Pfarrer eine ungewöhnlich lange Zeit. Ein Wechsel in eine andere Kirchengemeinde findet üblicherweise nach etwa zehn Jahren statt. „Mit 65 Jahren noch eine andere Aufgabe anzupacken, das hätte nicht gepasst“, begründet Beuke, der in der kommenden Woche 75 Jahre alt wird, seine so lange Tätigkeit in Rendsburg. Er habe die mögliche Amtszeit bis zum 75. Lebensjahr ausgeschöpft, weil es ihm stets Freude bereitet habe, den Glauben zu vermitteln. „Ich fühle mich berufen.“

Etwa 6000 Mitglieder hat Beuke als Leiter der Pfarrei St. Martin betreut. Ihr gehören die Kirchengemeinden St. Martin, St. Michael in Rendsburg und Heilige Familie in Hohenwestedt an. Außerdem war der 74-Jährige bis vor fünf Jahren noch für St. Konrad in Nortorf zuständig. Die Verwaltung der Pfarrei St. Peter und Paul in Eckernförde gehörte auch zu seinem Aufgabenbereich.

Wie hat er drei Gottesdienste am Sonntag, Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Krankenbesuche und die anderen Aufgaben bewältigt? „Am Montag hatte ich Ruhetag, an den übrigen Tagen war bei der Arbeit open end.“ Bei seiner Aufgabe sei ihm wichtig gewesen, mit den Menschen zusammen ihren Glauben zu entdecken. „Gemeinsam habe ich mich mit ihnen auf den Weg begeben, danach zu suchen, was ist Sinn meins Lebens, welche Bedeutung spielt Gott für mich mit allen kritischen Fragen.“

Dabei habe er bewusst die ehrenamtlichen Mitarbeiter und auch Eltern einbezogen. „Ich habe Väter und Mütter beteiligt, um sie besser in die Lage zu versetzen, ihren Glauben an ihre Kinder weiterzugeben.“ Der Oberlehrer in Glaubensfragen sei ihm fremd gewesen. Aus der Vielfalt der Aufgaben hätten ihm Beerdigungen am meisten am Herzen gelegen. „Ich habe gemerkt, die Trauernden brauchen am meisten den Seelsorger.“

Beuke wird noch einmal am 19. Juli predigen, dann bricht er seine Zelte in Rendsburg ab und zieht in seine Heimat nach Twistringen nahe Bremen. „Dort habe ich Verwandte und Freunde und werde nach Lust und Laune in der Pfarrei mitarbeiten, Radfahren und verreisen.“

Die Nachfolge des 74-Jährigen wird Pfarrer Bernd Wojzischke aus Bützow am 15. November antreten. Bis dahin betreut Pfarrer Wolfgang Johannsen aus der Pfarrei Ansgar in Schleswig die Pfarrei St. Martin. Beuke warf einen weiteren Blick voraus. „Etwa in einem Jahr werden die Pfarreien in Rendsburg, Eckernförde und Schleswig zu der Pfarrei Pastoraler Raum zusammengeführt.“

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