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Kuscheldecken für kleine Flüchtlinge

St. Martin in Rendsburg Kuscheldecken für kleine Flüchtlinge

15 Frauen treffen sich regelmäßig im Gemeindesaal von St. Martin an der Herrenstraße in Rendsburg und nähen Kuscheldecken für Flüchtlingskinder. 80 Stück haben sie schon zusammen. Am Sonnabend starten sie um 19 Uhr im Gemeindezentrum zur Langen Nacht des Nähens und hoffen auf viele Helfer.

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Birgit Butgereit (links) und Andrea Green gehören zur Kreativgruppe der Kirchengemeinde St. Martin. Jetzt nähen sie Kuscheldecken für Flüchtlingskinder.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Die Idee kam Birgit Butgereit, als das Camp für Flüchtlinge an der Büsumer Straße in Rendsburg entstand. Die Schulsekretärin gehört zur Kreativgruppe, die sich regelmäßig im Gemeindesaal von St. Martin trifft. Lasst uns Kuscheldecken für Flüchtlingskinder nähen, schlug sie den 15 Frauen vor. „Da waren sie sofort begeistert.“ Seitdem nähen die Frauen Kuscheldecken in zwei Größen aus alten Bettbezügen. Fürs Innenleben verwenden sie in Rollen verpackten Füllstoff aus Watte und Vlies. Jede Rolle reicht für zwei große oder vier kleine Decken, sagt Birgit Butgereit.

Micky Maus, bunte Bären, Wecker mit lustigen Gesichtern auf dem Ziffernblatt. „Es muss etwas Fröhliches sein“, sagt Birgit Butgereit. Die Frauen sind immer auf der Suche nach Bettwäsche. Sie sollte bei 60 Grad waschbar sein, erklärt Andrea Green, die zu den Näherinnen gehört. „Das soll ja hygienisch einwandfrei sein.“ Bevor sie die Nähmaschinen anwerfen, waschen die Frauen die Stoffe einmal durch. Vorbilder für die Decken finden die Frauen im Internet-Netzwerk www.minidecki.de, dem sie beigetreten sind.

Was sie antreibt? Andrea Green: „Es ist einfach eine gute Sache, mit wenig Aufwand aus gebrauchtem Material und für wenig Geld ein bisschen Geborgenheit für Kinder zu fertigen. Es ist etwas Selbstgemachtes, das finde ich wunderschön.“ Es sind Bilder von Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa, die sich bei Birgit Butgereit eingebrannt haben: „Ich sehe die Mutter, die ihren Mann vielleicht nie wieder sieht, mit dem Kind an der Hand, das hinter ihr herläuft.“

Erste Decken haben die Frauen über eine Rendsburger Hebamme an das Kind gebracht. In den nächsten Tagen wollen sie einer Hausaufgabengruppe mit Flüchtlingskindern in Hohenwestedt Decken bringen. Ihr Ziel ist: Flüchtlingsfamilien zu helfen, die in den Orten der Kirchengemeinde wohnen. Unter anderem haben sie mit der Stadt Rendsburg Kontakt aufgenommen. Die Frauen sind motiviert, bis in die Haarspitzen. Birgit Butgereit: „Wir stehen in den Startlöchern. Sagt uns, was ihr braucht. Wir liefern das.“

Die Nähmaschinen rattern im Gemeindezentrum von St. Martin in der Herrenstraße in Rendsburg zur Langen Nacht am Sonnabend, 17. Oktober, ab 19 Uhr und alle 14 Tage montags von 19 bis 21 Uhr. Das nächste Mal am 2. November. Wer helfen will, erreicht Birgit Butgereit unter Tel. 04331/352760 und Andrea Green unter Tel. 04331/434716.

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Hans-Jürgen Jensen
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