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Kein Platz mehr für Krippenkinder in der Kita

Westensee Kein Platz mehr für Krippenkinder in der Kita

So voll war der Raum der Gemeindevertretung im Bürgerhaus Westensee seit Jahren nicht. Eltern saßen dort am Montagabend dicht gedrängt – zum Teil mit ihren Babys. Ihre Sorge: Können im kommenden Jahr alle Kinder unter drei Jahren betreut werden und wenn ja, auf welche Weise? Der Gemeinde ist der Engpass seit April bekannt, endgültige Lösungen gibt es aber noch nicht, was Eltern unruhig macht.

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Ausweichplatz für Krippenkinder? Die Gemeinde Westensee überlegt, den Jugendraum im Bürgerhaus vorübergehend für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren zu nutzen.

Quelle: Torsten Müller

Westensee. Noch vor knapp drei Monaten ging die Gemeinde von elf Krippenkindern aus, für die es 2016 keinen Platz in der kirchlichen Kita gibt. Die Einrichtung einer zweiten U3-Gruppe wäre daher eine Lösung gewesen. Nach Angaben von Bürgermeister Adolf Dibbern (CDU) sind aber nach aktuellem Stand nur noch vier Kinder ohne Betreuung. Prognosen über den Platzbedarf treffen bekanntlich nicht immer zu; die Anmeldezahlen unterliegen Schwankungen. Zum Teil geht es um Kinder, die noch gar nicht geboren sind.

 Detlef von Bülow (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses, wies auf die erheblichen Kosten für die Einrichtung einer weiteren Gruppe für zehn Krippenkindern hin. Allein der Anteil der Gemeinde betrage rund 75000 Euro. Dieser Betrag erhöhe sich noch, wenn die Gruppe nicht voll werde: „Dann nehmen die Zuschüsse ab, aber nicht die Kosten.“ Eine Alternative wäre die Betreuung von maximal fünf Kindern durch zwei Tagesmütter. Die Gemeinde würde ihnen den Jugendraum im Bürgerhaus herrichten. Von Bülow geht davon aus, dass es 2016 zwar eine Spitze beim Bedarf gebe, diese aber nicht dauerhaft sei. Zunächst sollen jedoch der Bedarf konkretisiert, die Tagesmutter-Lösung geprüft und die Kostendifferenz zur U3-Gruppe ermittelt werden.

 Ein Vater hielt es für gewagt zu sagen, dass es für eine zweite Gruppe keinen Bedarf gebe, und ein anderer fügte hinzu, dass es doch jedes Jahr solche Spitzen gebe. Eine Mutter unterstrich die Bedeutung von Betreuungsplätzen: „Viele Eltern können es sich nicht mehr leisten, nicht arbeiten zu gehen.“ Eine Mutter beklagte, dass temporäre Lösungen für Krippenkinder problematisch seien. Als Alternative zum Bürgerhaus regten Eltern die Anmietung eines Containers für die Kita an. „Als wir hierher zogen, sagte man, wie familienfreundlich Westensee sei, aber im Moment bin ich enttäuscht“, sagte eine Mutter.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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