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Party am See ohne Randale

Keine Zwischenfälle Party am See ohne Randale

Einen ruhigen Tag ohne große Zwischenfälle registrierte die Polizei am Himmelfahrtsfeiertag an den Brennpunkten in Bordesholm und Neumünster-Einfeld. Nur ein Platzverweis wurde auf der Vogelwiese am Bordesholmer See gegen einen jungen Erwachsenen ausgesprochen.

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Wenig los war im Hochzeitswald: Louisa Befeldt (von links), Hendrik Sievers, Alex Netrup und Yannik Schubeus waren mit Freunden und Bollerwagen unterwegs. Die Gruppe bedauerte vor allem das Grillverbot.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm/Neumünster. An den besonders bei jungen Erwachsenen und Teenagern beliebten Treffpunkten Vogelwiese und Hochzeitswald in Bordesholm sowie am Strandabschnitt Schanze in Neumünster-Einfeld ist es am Himmelfahrtstag polizeilich gesehen sehr ruhig verlaufen. „Bis 18 Uhr haben wir einen Platzverweis auf der Vogelwiese ausgesprochen“, bilanzierte Einsatzleiter Claus-Otto Hebbeln.

 Ein junger Mann, der ziemlich alkoholisiert gewesen sein soll, habe die Beamten mehrfach angepöbelt, hieß es. Die Polizei, die eine mobile Einsatzzentrale in Mühbrook am Feuerwehrgerätehaus mit Arrestwagen eingerichtet hatte, war mit 66 Beamten unterwegs. Die massive Präsenz – Einsatzbusse an den neuralgischen Punkten am Rande des Geschehens – sowie maximale Obergrenzen für die Personenzahl an den beiden Standorten in Bordesholm seien für die ruhige Lage ausschlaggebend gewesen. Außerdem vermutet Hebbeln, der Leiter der Zentralstation in Bordesholm ist, dass die Gewaltbereiten gar nicht erst nach Einfeld oder Bordesholm gekommen seien.

 Gegen 16 Uhr war auf der Vogelwiese die maximale Personenzahl von 100 erreicht. Weitere größere Gruppe ließ die Polizei nicht mehr passieren. „Ohne größere Probleme verlief das“, berichtete Pressesprecher Sönke Hinrichs gegen 18 Uhr. Entspannt verlief das Geschehen am Einfelder See. Dort hatten Polizisten mit einem Mitarbeiter des Jugendamtes gezielt jüngere Personen, die alkoholisiert waren, angesprochen.

 Das herrliche Frühlingswetter lockte am Feiertag viele Menschen ins Freie. „Das ist Natur pur, traumhaft“, schwärmte Kerstin Hölk aus Neumünster. Mit Sabine Erichsen saß sie am Einfelder See, und beide schauten um die Mittagszeit entspannt auf den Steg in der Mühbrooker Dorfbucht. Zwei Stunden lang waren sie als Stand-up-Paddler auf dem Gewässer unterwegs. „Das ist echt meditativ, obwohl die Musik von den Bollerwagen-Trupps am Strand auch auf dem Wasser zu hören ist“, fügte Sabine Erichsen hinzu.

Hier sehen Sie Fotos vom Himmelfahrtsfeiertag aus Bordesholm und Neumünster:

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 Eine wahre „Radfahrerflut“ war in den Regionen Neumünster und Bordesholm zu sehen. Einzeln, als Duo oder auch in großen Gruppe traten die Menschen in die Pedalen und legten in den Cafés und Biergärten einen Stopp ein. Auf ihrer 25 Kilometer langen Tour machte eine zwölfköpfige Gruppe mit Hündin Tinka aus Neumünster-Einfeld auf der Vogelwiese am Bordesholmer See eine Trink-Pause. „Bier und Sekt, aber auch Wasser ist dabei“, erzählte Helmut Beck mit einem Schmunzeln. Bereits seit Jahren ist der Freundeskreis gemeinsam auf Tour.

 Aus Sicht der Radler war die Anordnung des Amts Bordesholm, dass sich am Feiertag aus Sicherheitsgründen nur maximal 100 Personen gleichzeitig auf der Wiese aufhalten dürfen, gerechtfertigt. „Wenn sie sich besser benehmen würden, dann wären mir auch 500 recht. Aber das tun sie ja dann meistens nicht“, so ein Statement. Bis zum Mittag feierten 50 bis 60 junge Erwachsene im Bereich der Sitzecke auf der Vogelwiese. Viel Alkohol floss, laute Musik war zu hören.

 Die Beschränkung mit der Personenzahl und das Grillverbot traf bei den Feiernden auf Unverständnis. Flexibel reagierten Patrick Sachs und Alexander Grandt: Sie grillten ihr Fleisch auf dem Parkplatz vor der Vogelwiese. Bis vor zwei Jahren ist auch der Hochzeitswald in Bordesholm ein beliebter Treffpunkt gewesen – Randalierer hatten dort aber in den letzten beiden Jahren Bäume abgeknickt und Bänke ins Wasser geworfen. Daher durften gestern nur maximal 80 Personen gleichzeitig auf das Areal.

 Diese Grenze wurde aber bis zum frühen Nachmittag nie erreicht. „Es ist schade, dass einige wenige, die sich nicht unter Kontrolle haben, dafür gesorgt haben“, meinte Louisa Befeldt, die traditionell mit ihren Freunden und Bollerwagen unterwegs war. Früher sei die Fläche um 13 Uhr mit jungen Leute voll gewesen. „Jetzt kommen sie nicht mehr, suchen sich andere Treffpunkte.“

 Grillen war dagegen am Einfelder See erlaubt. Das nutzten im Laufe des Nachmittags vor allem viele Gruppen und Familien. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre. Die Polizei hatte einen ruhigen Dienst an diesem Feiertag.

 Recht riskant, aber ein Hingucker: Per Viehwagen, der von einem Traktor gezogen wurde, ließen sich zehn junge Flintbeker durch die Gegend kutschieren. Um die Mittagszeit fuhren sie beispielsweise durch Negenharrie.

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