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Lkw-Verkehr nervt Anwohner

Kiesgrube Schönwohld Lkw-Verkehr nervt Anwohner

„Eigentlich sollte alles geregelt sein“, sagt Achterwehrs Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD). Für die Kiesgrube Schönwohld schlossen der Kreis, die Gemeinde und die Eigentümerin 2014 einen trilateralen Vertrag. Dieser verlangt auch den Bau einer neuen Zufahrt, um Anwohner zu entlasten – Pustekuchen!

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Nur geduldet benutzen Laster den Fegefeuerweg zur Kiestransport. Eigentlich sollten sie Schönwohld umfahren.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Melanie Basedow wohnt an der jetzigen Zufahrt, am Fegefeuerweg. „Als wir hierherzogen, wussten wir, dass da eine Kiesgrube ist“, sagt sie. Doch in diesem Jahr habe der Lkw-Verkehr nicht nur zugenommen, sondern sich auch in der Qualität verändert: „Es fahren Riesenlaster, teilweise sogar mit Anhänger.“ Vormittags zählt sie bis zu 30 Lkw, die an ihrem Haus vorbeibrausen.

 Was die Anwohnerin täglich beobachtet, müsste eigentlich eine Fatamorgana sein. Ende 2013 lief der Sondernutzungsvertrag für den Fegefeuerweg aus, durch den die Gemeinde die Zufahrt zur Kiesgrube regelte. Obwohl es jetzt keine Erlaubnis für das Befahren mehr gibt, wird die Kiesgrube weiterhin wirtschaftlich genutzt. Nach Angaben von Kittmann duldet die Gemeinde derzeit die Zufahrt lediglich.

 Eigentlich müssten die schweren Laster längst einen anderen Weg nehmen. Es ist vertraglich vereinbart, dass der Grubenbetreiber auf eigene Kosten einen 320 Meter langen Entlastungsweg vom Deponieweg zur Kiesgrube errichtet. Das Grundstück hat die Gemeinde bereits zum Jahresbeginn für etwa 100000 Euro erworben. Doch auf dieser Fläche wächst weiterhin das Jakobskreuzkraut. Von einem wassergebundenen Schotterweg und einem Lärmschutzwall ist nichts zu sehen. Warum passiert dort nichts, fragen sich Anwohner?

 Diese Zeitung hat am Dienstag versucht von Anne Steiskal, Eigentümerin der Kiesgrube, eine Stellungnahme zu erhalten. Bis Redaktionsschluss gab es keinen Rückruf. Auch beim Kreis gab man sich zugeknöpft. Es würden Verhandlungen geführt, hieß es knapp. Die Gemeinde hat ein Druckmittel: Sie könnte auf ihrer Straße die Zufahrt zur Kiesgrube unterbinden.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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