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Kinder erobern das Museum

Molfsee Kinder erobern das Museum

Am Montagabend drängelten sich im Haus aus Arentsee im Freilichtmuseum Molfsee Kieler Kindergarten-Kinder, Eltern und die Mitarbeiterinnen von Kitas, um bei der Veranstaltung „Früher war alles anders“ dabei zu sein. Damit endet ein Projekt, bei dem rund 450 Kinder eine Woche lang im Museum auf Tour waren.

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Das Innenleben der Schatzkisten, die in den Kitas gefertigt wurden, repräsentierte ihre Arbeit: Hier ging es um die Wasch-Station.

Quelle: Sorka Eixmann

Molfsee. „Alle reden von Niedrigschwelligkeit und Integration, wir bemühen uns um die Allerjüngsten und sind damit bundesweit einmalig“, brachte Museumsleiter Dr. Wolfgang Rüther mit wenigen Worten das Ziel des Projektes auf den Punkt. Zwar seien die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, die an dem Projekt teilgenommen hätten, nicht behindert, aber: „Sie erleben als Stadtkinder nicht, wie Erde riecht und wie man Feuer macht“, erklärte Rüther. „Genau das haben sie bei uns erfahren. Sie haben gelernt, dass man auch einen Äpfel essen kann, der auf dem Boden liegt. Damit machen wir etwas, was andere nicht machen“, betonte der Museumsleiter.

 Die Idee entstand quasi aus einer Not: „Eine Kieler Kita hatte wegen einer Baustelle Platzmangel und sich für einen Zeitraum im Freilichtmuseum eine Heimat gefunden. Die Idee gefiel und so entstand das Projekt“, erklärte Meike Roos vom Freilichtmuseum Molfsee - Landesmuseum für Volkskunde. „Was dabei entstand, ist spannend und vielfältig“, führte sie weiter aus und zeigte auf die von den Kitas erstellten „Schatzkisten“. „Jede Kita hat sich Gedanken gemacht und eine Schatzkiste über ihre Zeit und ihre Projekte erstellt.“

 Die Idee war nicht einfach umzusetzen: „Es gab Bedenken, dass Kinder vielleicht ins Wasser fallen oder verloren gehen“, erklärte Renate Treutel, Dezernentin der Stadt Kiel für Bildung, Jugend und kreative Stadt. „Doch keiner ging verloren“, gab sie mit einem Schmunzeln zum Besten. Von allen Seiten habe es positive Rückmeldungen gegeben, 18 Kitas haben die Möglichkeit genutzt, eine Woche lang das Leben in früherer Zeit kennenzulernen. „Insgesamt waren 450 Kinder mit 50 Betreuern im Museum und haben Wäsche gewaschen, Pförtchen gebacken oder Körbe geflochten. Dabei wurde das Gelände erkundet und auch die Tiere kennengelernt.“ Auf eine Weiterführung hoffen alle Beteiligten, „Wir hoffen, dass es Möglichkeiten der Finanzierung geben wird“, so Treutel abschließend.

 Der Abend hatte für die Kinder noch ein Highlight: Sie nahmen am Laternenumzug des Freilichtmuseums teil, der traditionell den Abschluss der Saison bildet.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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