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Kinder lernen beim Spielen Deutsch

Sprach-Kitas Kinder lernen beim Spielen Deutsch

Sprache rückt in den Kitas immer weiter in den Fokus. In den meisten Einrichtungen herrscht bunte Sprachenvielfalt. Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ soll seit Jahresbeginn alltagsnah sprachliche Bildung in 4000 deutschen Kitas fördern. In Rendsburg nehmen sechs daran teil.

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Fachkraft Britta Worm, Fachberaterin Monika Hefner und Kita-Leiterin Andrea Drost haben die Kita Stadtpark zu einer Sprach-Kita gemacht.

Quelle: Merle Schaack

Rendsburg. Eine davon ist die Kita Stadtpark, in der sich 114 Kinder tummeln. „Davon haben 42 Prozent einen Migrationshintergrund“, sagt Andrea Drost, die die Einrichtung leitet. Zehn Nationen seien in ihrer Kita vertreten. „Wir achten darauf, dass wir die Gruppen so zusammensetzen, dass der Ausländeranteil nicht über 50 Prozent liegt. Die Kinder sollen schließlich Deutsch reden.“ Durch das Programm, ein Folgeprojekt der Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration, ist die halbe Stelle von Sprachexpertin Britta Worm gesichert. Ihre Aufgabe ist es, die Kinder zum Sprechen anzuregen und dem Kita-Team Anregungen für eine sprachförderliche Umgebung zu geben. „Ich habe die Zeit, mich ausschließlich auf die Kinder zu konzentrieren“, erzählt sie. „Sie nehmen mich nicht als Sprachlehrerin wahr, sondern kommen zum Spielen zu mir.“ Monika Hefner, die als Fachberatung für den Regionalverbund zuständig ist, ergänzt: „Die Sprachexperten haben eine aufmerksame Dialoghaltung. Das ermutigt die Kinder, ausführlicher zu erzählen.“ So könnte auch eventueller Förderbedarf festgestellt werden. Das Ziel: Chancengleichheit für alle, denn: „Die Kita ist die erste außerfamiliäre Bildungseinrichtung“, sagt Hefner.

Trotzdem sollen auch die Eltern ins Boot geholt werden. Denn zu sprachlichen Hürden kämen manchmal auch kulturelle. „Wir laden sie zum Beispiel ein, in ihrer Muttersprache etwas vorzulesen“, berichtet Drost. Das mache alle Kinder, die die Sprache verstehen, besonders stolz. Auch wenn zunehmend Kinder ohne Deutschkenntnisse kämen, richte sich das Angebot ausdrücklich an alle. Auch Muttersprachler hätten manchmal Probleme mit den deutschen Vergangenheitsformen.

Herbert Schauer, Rendsburgs Fachbereichsleiter Bürgerdienste, begrüßte das Programm. „Wir haben 36 Prozent Kinderarmut. Als finanzschwache Stadt sind wir darauf angewiesen, für die Kinderarbeit Hilfe zu bekommen.“

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