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Spannende Saugnäpfe

Eckernförde Spannende Saugnäpfe

Eigentlich scheinen sie eher langweilig: Seesterne. Meist liegen sie auf dem Meeresboden und machen offenbar nichts. Wie spannend das Leben dieser Meeresbewohner jedoch ist, das ließen sich acht Kinder im Rahmen einer Ferienspaßaktion des Ostsee-Info-Centers in Eckernförde erläutern und zeigen.

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Während draußen auf der Terrasse des OIC die Sonnenhungrigen entspannen, erforscht im Inneren Leon (acht Jahre) mittels Lupe die Unterseite eines Seesterns mit Mund und den unzähligen Saugnäpfen an den fünf Armen.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Die kleine Gruppe von Kindern im Alter von acht bis zehn Jahren steht im Ostsee-Info-Center (OIC) vor dem Fühlbecken und ist begeistert: Flundern haben sich im Meeresboden gut getarnt versteckt, jede Menge Krebse mit furchterregenden Zangen jagen sich durch das Becken. Doch an diesem Mittwochvormittag geht es um ein scheinbar weniger spektakuläres Tier: den Seestern.

In Zweiergruppen werden jeweils zwei Seesterne per „Wassertaxi“ vom Fühlbecken zu kleinen Wasserbecken an der Fensterfront transportiert, um sie genauer zu erforschen. Umweltpädagogin Ulla Grebe-Schmitz geht mit den Kindern auf eine kleine Meeresforschungsreise. Leon und Christopher haben sich zwei Tiere ausgesucht und schauen sie sich genau an. Oben sind sie etwas stachelig und haben etwas, das wie ein Auge aussieht. „Das ist die Madreporenplatte“, erläutert Grebe-Schmitz, sie habe eine Gulli-Funktion: Über die Platte ziehe der Seestern Wasser, pumpe dieses in seine Arme und weiter in die Saugnäpfe. Mittels dieser Hydraulik könne er sich fortbewegen.

„Bitte die Seesterne einmal umdrehen“, kommt das Kommando. Dort sind die Saugnäpfe gut zu sehen, und auch der „Mund“ des Seesterns. Doch wie kann er damit essen? Seine Beute ist hauptsächlich die Miesmuschel, und die hat eine harte Schale. Die Erklärung kommt: „Er setzt sich auf die Muschel, umklammert sie. Und wenn sie den ,Fehler’ macht, sich einmal zu öffnen, verhindert der Seestern das Schließen, stülpt seinen Magen aus und verdaut den Inhalt der Muschel außerhalb des eigenen Körpers“, so die Umweltpädagogin.

Die Kinder sind beeindruckt, zumal sie auch noch Zeuge dieses Vorganges werden. Und so langsam sind die Seesterne dann doch nicht. Schnell sind sie wieder in der Ursprungslage, um ihre empfindliche Unterseite zu schützen. Auch faszinierend: Sollte mal im Kampf ein Arm verloren gehen, so wächst er nach. „Das ist praktisch“, findet Christopher. Und manchmal wachse auch aus einem Arm ein neuer Seestern, „ganz ohne Papa und Mama“, so Grebe-Schmitz. Zwei Stunden Seesternkunde hinterlassen bei den acht jungen Gäste ordentlich Eindruck.

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