10 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Hort-Gruppen sollen umziehen

Kinderbetreuung Kronshagen Hort-Gruppen sollen umziehen

Lange Gesichter bei den Eltern: Der Schul- und Kinderausschuss in Kronshagen versucht, dringend benötigte Betreuungsplätze für Kinder zu schaffen. Dafür sollen die Hort-Gruppen von der kirchlichen Kita in Räumde der Eichendorff-Schule umziehen, so könnten in der Kita zwei neue Gruppen angesiedelt werden.

Voriger Artikel
Freier Tag für junge Mathe-Genies
Nächster Artikel
Bordesholm als gelungenes Beispiel

Bedauern die Verlagerung des Hortes: Noch betreuen Markus Koch (von links), Cornelia König und Rebekka Gol 40 Schulkinder unter einem Dach in der Kopperpahler Allee 40L. Durch die Nähe zu den Kita-Kindern ist eine besondere familiäre Atmosphäre entstanden, die die Eltern schätzen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Die Enttäuschung war den Eltern ins Gesicht geschrieben. Die Hort-Betreuung in der Kopperpahler Allee 40L in Kronshagen soll großteils in die Eichendorff-Schule verlagert werden. Diese Marschrichtung verfolgte der Schul- und Kinderausschuss am Dienstagabend. Eine über 36 Jahre gewachsene räumliche Einheit ginge damit zu Ende.

 Bei der Kinderbetreuung steht die Gemeinde vor einem Problem: Der Kreis Rendsburg-Eckernförde gibt immer noch kein Signal, wann Kronshagen mit einer Förderung für den notwendigen Anbau an die Awo-Kindertagesstätte im Wohngebiet Hühnerland rechnen kann. Dadurch soll Platz für eine Elementargruppe geschaffen werden; der Antrag war bereits im vergangenen Jahr gestellt worden. Vor einem Monat hatte das Land dem Kreis eine Aufstockung der bisherigen Investitionsförderung um rund eine Million Euro angekündigt. Doch offenbar fehlt der Behörde in Rendsburg eine verbindliche Bestätigung aus Kiel, wie Anke Bahns-Rehse, Büroleiterin im Rathaus, mitteilte.

 Die Zeit drängt. In der Awo-Kita läuft die Genehmigung für eine bereits eingerichtete provisorische Elementargruppe zum Sommer aus. Zudem deutet sich an, dass der Bestand an Krippenplätzen nicht ausreicht, obwohl Kronshagen bereits ein Angebot von mehr als 50 Prozent vorhält. Deshalb verfolgt die Gemeinde eine neue Strategie: Zwei Hortgruppen aus der kirchlichen Kita Kopperpahler Allee sollen samt Personal in Klassenzimmer in der Eichendorff-Schule ausgelagert werden. In die frei gewordenen Räume im Stammhaus könnten im Gegenzug sowohl eine neue dritte Hortgruppe als auch eine altersgemischte Kita-Gruppe einziehen. Nach Angaben von Bahns-Rehse mussten wegen des bisher begrenzten Angebots an Plätzen für unter Dreijährige bereits Kinder abgewiesen werden.

 Über die Finanzierung des Wandels verhandelt die Gemeinde derzeit mit dem Kita-Träger, dem Kirchenkreis Altholstein. Silke Hansen, Kita-Leiterin, unterstrich zwar, dass sich ihre Einrichtung der Veränderung nicht versperren werde, ließ aber durchblicken, dass die Verlagerung des Hortes bei Eltern und Personal erheblich Wehmut auslöst: „Das wird ein Einschnitt sein.“ Der Kindergarten war 1980 der erste in Kronshagen, der Schulkinder aufnahm. Cornelia König ist von Beginn an dabei. Zusammen mit Markus Koch und Rebekka Gol betreut sie 40 Kinder – der Bedarf steigt. Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sich durch das Unter-einem-Dach-Konzept eine besondere familiäre Atmosphäre: Krippenkinder sind mit Siebentklässlern zusammen. „Die Eltern schätzen die Qualität der gewachsenen Beziehungen“, sagt Silke Hansen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3