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Vier Freunde und der erste große Fall

Kinderdetektive in Rendsburg Vier Freunde und der erste große Fall

Die Polizei in Rendsburg kann sich zurzeit über ganz besondere Unterstützung freuen. Vier Nachwuchsdetektive gaben in den letzten Wochen gleich mehrmals Beute aus einem Einbruch in der Dienststelle ab. Die Kinder im Grundschulalter hatten den Schmuck beim Spielen im Garten gefunden.

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Die Polizei Rendsburg dankte den Kindern für die tatkräftige Mithilfe.

Quelle: dpa

Rendsburg. Moritz (6), Hannah (7), Karlotta (8) und Clara (9) verabreden sich einmal pro Wochen und gehen spielerisch als Detektive auf Spurensuche. Sie haben fast alles was dazu gehört. Mit Spielzeug-Funkgeräten und eigens angefertigten Dienstausweisen treffen sich die vier Freunde und versuchen Verbrechern auf die Spur zu kommen. Nun haben sie ihren ersten richtigen Fall: Am 8. Januar fanden sie beim Spielen mehrere Uhren, Ketten und Ringe im Garten.

„Einiges lag unter der Dornenhecke, anderes hing im Gebüsch“, sagt die neunjährige Clara, „als wir auf den Baum geklettert sind, lagen auch noch zwei Ringe auf dem Dach.“ Etwas mulmig war den Kindern schon, als sie die Schmuckstücke fanden. Sie wollten natürlich nicht, dass jemand denkt, dass sie selbst etwas gestohlen haben. „Ich habe dann bei der Polizei angerufen“, sagt Clara. Und damit genau das richtige getan, lobt Polizeisprecher Sönke Hinrichs die Nachwuchsdetektive. „Ihr seid ein Vorbild für andere Kinder, da ihr wisst, dass man Sachen bei der Polizei abgeben muss, die einem nicht gehören.“

Wie die Beute in den Garten kam, ist unklar

Erste Ermittlungen ergaben, dass der Modeschmuck aus einem Einbruch im Stadtteil Schleife stammt, sagt Hinrichs. Am 31. Dezember sei dort in ein Einfamilienhaus eingebrochen und dabei der Modeschmuck von Unbekannten gestohlen worden. Wie die Beute in den Garten der Nachwuchsdetektive kommt, kann sich auch Hinrichs nicht genau erklären. Vielleicht habe der Einbrecher den Schmuck weggeworfen, da er nicht mit der Beute erwischt werden wollte.

Seither haben die jungen Detektive noch mehr Schmuckstücke gefunden. Am vergangenen Mittwoch und Sonntag lag wieder etwas im Garten, berichten die Freunde. Dieses Mal wussten sie gleich, was zu tun ist und riefen wieder bei der Polizei an. Kommissarin Camilla Petersen ist mit dem Fall betraut und lobt das Engagement der Kinder: „Sie haben sich gleich etwas abgeschaut. Beim ersten Fund haben wir das Stehlgut mit Handschuhen gesichert, da die DNA des Täters an dem Schmuck haften könnte.“ Bei den nächsten Funden machten die Kinder es wie die Profis. „Ich hab das direkt mit der Tüte aufgehoben, um es selbst nicht zu berühren“, sagt Moritz. Ob die weiteren Funde aus dem gleichen Einbruch stammen, werde derzeit ermittelt, sagt Hinrichs.

Als Dankeschön für die gute Arbeit spendierte die Polizei zusätzliche Ausrüstung für die Nachwuchsdetektive. Mit Blaulicht-Kugelschreiber und original Polizeinotizblöcken soll es nun wieder auf Spurensuche gehen. Der nächste Fall wartet sicher.

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