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Neue Kita, neues Konzept

Rumohr Neue Kita, neues Konzept

Die Einwohnerzahlen in Rumohr steigen und damit auch die Zahl der zu betreuenden Kinder. Die Gemeinde denkt bereits über den Neubau einer Kindertagesstätte nach. Im Gemeindekindergarten ist man schon einen Schritt weiter: Künftig werden die Kinder nach einem schwedischen Konzept betreut ins Leben begleitet.

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Kerrn (links), Lotta und Gabriel spielen in der Rumohrer Wunderkiste.

Quelle: Sorka Eixmann

Rumohr. 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren tummeln sich in den Räumen der Alten Schule. Drei Erzieherinnen sorgen für die Betreuung in der Zeit von 7 bis 16 Uhr. Doch der Bedarf wächst stetig: „2013 hatte Rumohr 730 Einwohner, 2016 zählten wir bereits 860 Einwohner“, sagt Bürgermeister Thomas Langmaack. „Wir haben Anfragen ohne Ende, und unser Platzbedarf steigt stetig“, erzählt Erzieherin Vivien Mathis, die seit 22 Jahren in der Kita arbeitet. An ihrer Seite steht seit eineinhalb Jahren Claudia Zimmermann, und Natalya Rudi ist in einer Ausbildung.

 Bislang wurde die Betreuung der Unterdreijährigen durch Tagesmütter geregelt. „Damit hatte die Gemeinde nichts zu tun. Wir haben nur die Räume gestellt“, erinnert Langmaack. Offenbar gab es dort aber Unstimmigkeiten. „Ende Januar haben mich Eltern kontaktiert, dass es dort Probleme geben würde.“ Und Langmaack sah sich in der Pflicht: „Wir wollen ja nicht, dass die Kinder abwandern und haben zwei amtlich anerkannte Tagespflegemütter engagiert.“ Bis zum Sommer wird eine Gruppe mit fünf Kindern in den Räumen des Fidelhofs betreut.

 „Danach werden wir selbst über die Betreuung der Unterdreijährigen nachdenken“, betont Langmaack mit Hinweis auf den geplanten Neubau. Dazu passend haben sich die Erzieherinnen der Wunderkiste ebenfalls Gedanken gemacht. „Der Kindergarten besteht seit mehr als zwei Jahrzehnten, mit vielen festen Traditionen. Wir haben viele neue Kinder und haben uns überlegt, dass wir ein Konzept brauchen“, erklärt Claudia Zimmermann. Dabei soll im Mittelpunkt stehen, was für die Kinder wichtig ist, und nicht, was gerade im Trend ist. „Wir sind Erzieher aus Leidenschaft, unsere Kinder sollen im Leben bestehen.“ Und Vivien Mathis fügt hinzu: „Wir entlassen sie in die Schule und haben die Wurzeln geformt.“

 Mit diesen Ideen wurden die Frauen auf ein schwedisches Konzept, den „Baum der Erkenntnis“, aufmerksam. „Dieser Baum begleitet die Kinder in Buchform bis in die neunte Klasse. Genau das gefällt es sehr gut, es gibt keinen Schnitt, wenn die Kinder in die Schule wechseln“, sagt Zimmermann. Erste Gespräche für eine Fortbildung wurden geführt, im August geht es für die Erzieherinnen nach Göteborg, um in einem schwedischen Kindergarten das Konzept live zu erleben. „Feste Strukturen, viel Bewegung an frischer Luft, aber auch viel Selbstständigkeit, das macht unsere Arbeit mit den Kindern aus.“

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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