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Kino-Standort Bahnhof gescheitert

Eckernförde Kino-Standort Bahnhof gescheitert

Stadt und Deutsche Bahn haben sich nicht auf einen Kaufpreis für den Eckernförder Bahnhof einigen können. Das teilte Bürgermeister Jörg Sibbel Donnerstagabend im Hauptausschuss mit. Damit ist der Standort Bahnhof für das Eckernförder Kino-Projekt gescheitert. Die Stadt muss sich jetzt nach neuen Standorten umsehen. „Das hat für uns hohe Priorität“, betonte der Verwaltungschef.

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Der Bahnhof aus den 70er Jahren soll abgerissen werden. Als Standort für ein Kino wurde er aber aus Kostengründen abgelehnt.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. 2007 hatte die Bahn den Bahnhof noch für 600.000 Euro der Stadt zum Kauf angeboten – auflagenfrei. Inzwischen liegen die Preisvorstellungen des Konzerns 50 Prozent höher, also bei 900.000 Euro. Zusätzlich wünscht die Bahn nach Angaben von Sibbel, dass ihr eine Fläche von 215 Quadratmetern für den Store unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird. „Das funktioniert so nicht“, sagte der Bürgermeister. Denn weitere Kosten kommen hinzu: Für den Abbruch des alten Bahnhofs und den Rückbau der Technik kalkuliert die Bahn noch einmal 490.000 Euro. Weitere 150.000 Euro würden für Container-Nutzungen während der zwei- bis dreijährigen Bauphase fällig.

Angesichts dieser Dimensionen hat der designierte Investor Hans-Jürgen Sindram aus Fockbek abgewunken. Sibbel: „Das rechnet sich für ihn irgendwann nicht mehr, das muss sich auch betriebswirtschaftlich noch darstellen lassen“. Dennoch haben der Investor und der Kinobetreiber weiterhin Interesse daran, in Eckernförde ein Kino-Projekt zu entwickeln. Bisher waren fünf Säle mit 770 Plätzen geplant. „Man sieht weiterhin großes Potenzial im Ostseebad“, so der Verwaltungschef. Auf Unverständnis traf bei ihm dagegen die Verhandlungsführung der Bahn. So wurden teils Kaufpreise ohne Wertgutachten „aus der Hüfte“ geschossen, wurde ein Bodenrichtwert von 800 Euro angesetzt, obwohl dieser nur für die erste Strandlinie und nicht den Bahnhof gelte.

Das Verhandlungszeitfenster bis Ostern ist jetzt abgelaufen. „Der Standort Bahnhof ist nach derzeitigem Stand unrealistisch“, sagte Sibbel. Die Ausschussmitglieder mussten ob dieser Nachricht erst einmal schlucken. Ralf Krüger (CDU) zeigte sich „sprachlos, wie wir über Jahre hinweg von der Bahn hingehalten wurden“. Drei Jahren seien „verschenkt“ worden. „Das ist unglaublich.“ Die Stadt muss sich jetzt nach neuen Standorten für das Kino-Projekt umsehen. Zuletzt waren neben dem Bahnhof eine Bebauung am Parkplatz Gartenstraße/Sky sowie auf dem Skaterpark im Gespräch. Sibbel regte an, auch über die geplante Größe des Vorhabens (770 Plätze) noch einmal nachzudenken. „Es ist die Frage, ob es auch eine Nummer kleiner geht und sich dann noch ganz andere Flächen in der Innenstadt finden.“

Im Fokus der Verwaltung stehen vor allem Bauflächen, bei denen „wir Herr des Verfahrens“ sind, erläuterte der Bürgermeister. Es sei allerdings noch zu früh, konkrete Alternativen zu benennen. Heinz-Michael Kornath (CDU) forderte, jetzt zügig zu einem neuen Standort-Beschluss zu kommen.

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Christoph Rohde
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