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Kirche verkauft Holzschindeln

Gettorfer St.-Jürgen-Kirche Kirche verkauft Holzschindeln

Der Ideenreichtum des Kirchbauvereins scheint unerschöpflich zu sein: Um die Sanierung des Gettorfer Gotteshauses weiter voranzutreiben, werden am Sonntag, 9. September, ausgediente Dachschindeln verkauft, denn die alte Eindeckung wird im Zuge der Kirchturmsanierung erneuert.

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Alte Eichenschindeln von der St.-Jürgen-Kirche in Gettorf stehen für Liebhaber zum Verkauf - und zwar zugunsten des Gotteshauses: Uwe Reschat, Inge Koch, Wally Tietje, Hannelore Struve, Andreas Hoffmann und Gerda Bergmann wollen sie verkaufen. 

Quelle: bud

Gettorf.  „Einige Schindeln sind zwar noch auf dem Dach, die werden aber auch noch entfernt“, sagte Hannelore Struve, Vorsitzende des Gettorfer Kirchbauvereins. Nach ihren Worten stammen die alten Eichenhölzer aus Österreich. 1935 hatte die Gettorfer Firma Delfs das Turmdach mit den Schindeln eingedeckt. Im Laufe der Jahre wurden Ausbesserungen notwendig, weil Eisennägel verrottet waren. Weil Flickarbeiten nun nicht mehr ausreichten, erhält das 67 Meter hohe Wahrzeichen neue Dachschindeln – weshalb der St.-Jürgen-Kirchturm seit Wochen eingerüstet ist (wir berichteten).

 Bei den ausgedienten Schindeln handelt es sich nach Ansicht des Kirchbauvereins allerdings nicht um unbedeutende, alte Hölzer. „Es gibt einige Menschen, die in der St.-Jürgen-Kirche konfirmiert wurden oder geheiratet haben und daher eine enge Beziehung zu ihr haben“, sagte Hannelore Struve. Deshalb entstand die Idee, brauchbare Schindeln nicht in einem Müllcontainer zu entsorgen, sondern an Liebhaber zu verkaufen – zugunsten des spätmittelalterlichen Gotteshauses, zumal dort laut Vorstandsmitglied Andreas Hoffmann im Kircheninneren noch Malerarbeiten und eine Heizungserneuerung anstehen.

 Rund 350 Eichenschindeln hat der Kirchbauverein laut Hannelore Struve bisher gesammelt, die zu einem Preis ab fünf Euro verkauft werden. Zudem hat Mitglied Uwe Reschat einige Exemplare zu Deko-Zwecken als Kerzenhalter und Blumenvasen umgestaltet, die teurer sind. Andere Schindeln wurden sogar gerahmt. Hannelore Struve hat bereits welche verkauft, ein Interessent kommt vom Bodensee.

 Offizieller Verkaufsstart für die Schindeln ist aber am Sonntag um 11 Uhr am Eingang zur Marienkapelle der St.-Jürgen-Kirche. Dann gibt’s zudem Bratwurst und Brezeln.

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