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Er hilft den Helfern

Flüchtlinge Er hilft den Helfern

Walter Wiegand unterstützt im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde mehrere Hundert ehrenamtliche Helfer, die Flüchtlinge betreuen. Manche können einfach nicht mehr, sagt der gelernte Jurist aus Emkendorf. Die Kirche hat die Stelle jetzt neu geschaffen. Wiegand ist seit sechs Wochen im Amt.

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Walter Wiegand unterstützt im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde mehrere Hundert ehrenamtliche Helfer, die Flüchtlinge betreuen.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. „Ich nenne mich immer den Helfer der Helfer“: So umschreibt der 63 Jahre alte Emkendorfer seinen Auftrag. „Ich habe ein Einzugsgebiet von Wacken bis Waabs.“ In den letzten Tagen ist er quer durch den Kreis gereist, war in Waabs, Damp, Hanerau-Hademarschen, Bovenau, Nortorf und Altenholz. Überall seien die Helfer froh, dass er zu ihnen kommt. „Ich bekomme nach jeder Sitzung Schreiben und Anrufe, dass ich überhaupt da bin.“

Der ehemalige Anwalt antwortet auf Fragen der Helfer: Wann dürfen Flüchtlinge arbeiten? Sollen wir Asylbewerbern Geld leihen? Wo gibt es Fahrräder, damit die Menschen von ihrem Wohnort zum weiter weg gelegenen Deutschkursus kommen? Können wir Kirchenasyl anbieten? Wiegand sagt: „Ich habe keine Berührungsängste.“ Er vermittele nicht nur kirchliche Angebote. „Ich helfe, wo zu helfen ist.“

Der Kirchenkreis hatte die Stelle zunächst als Halbtagsjob eingeplant, sagt Propst Sönke Funck am Donnerstag. Vor etwa einen Jahr war das. „Dann kam die Dynamik in Gang.“ Mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen sei klar geworden, dass es eine volle Stelle sein muss. Diese finanziere jetzt die Nordkirche mit 90 Prozent, der Kirchenkreis mit zehn Prozent. Die Aufgabe ist beim Diakonischen Werk des Kirchenkreises in der Prinzenstraße in Rendsburg angesiedelt. „Das Team arbeitet sehr gut zusammen.“

In dem Team arbeiten „sieben bis acht“ Angestellte, sagt Diana Marschke, die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks. Unter anderem ein Sprachscout, der Deutsch unterrichtet. Oder seit zehn beziehungsweise dreieinhalb Jahren die beiden Berater Gregor Ferczynski und Tatjana Owodow. „Wir versuchen, jedem Menschen gerecht zu werden“, sagt Tatjana Owodow. Die beiden Berater wollen in der Prinzenstraße 13 nun auch jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr offene Sprechstunden für Flüchtlinge anbieten. Termine dafür sind nicht nötig.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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