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Kirchenasyl für sechs Syrer

Flüchtlinge Kirchenasyl für sechs Syrer

Eine sechsköpfige syrische Familie hat Kirchenasyl im Kreis Rendsburg-Eckernförde erhalten. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde wollte die Flüchtlinge vor zwei Wochen abschieben, er hatte sie zur Landesunterkunft nach Boostedt bringen lassen, dort waren sie untergetaucht, bevor der Bus zum Hamburger Flughafen startete.

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Eine sechsköpfige syrische Familie hat Kirchenasyl im Kreis Rendsburg-Eckernförde erhalten.

Quelle: Timm Schamberger/ Archiv/ dpa

Rendsburg. Landrat Rolf-Oliver Schwemer hatte die gescheitere Abschiebung vor zwei Wochen öffentlich gemacht und mit heftiger Kritik am Innenministerium verbunden. Kiel könne nicht garantieren, dass Abschiebungen auch vollzogen werden.

Die Syrer sollten nach Bulgarien abgeschoben werden. Über dieses Land waren sie in die EU eingereist und hatten dort im September 2014 ihre Anerkennung als Bürgerkriegsflüchtlinge erreicht. Sie kamen dann nach Deutschland und lebten zuletzt im Amt Jevenstedt. Der dortige Pastor Ulrich Ranck hatte die Abschiebung nach Bulgarien als „menschliche Tragödie“ bezeichnet.

Susanne van den Bergh, Sprecherin des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde, bestätigte am Donnerstag, dass die Familie in einer Gemeinde Kirchenasyl erhalten habe. Wo und seit wann wollte sie nicht sagen. „Es geht definitiv darum, die Personen zu schützen.“ Der Kirchenkreis stehe in Kontakt mit allen zuständigen Behörden, unter anderem der Ausländerbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Der Kreis akzeptiere das Kirchenasyl für die Syrer, sagte Landrat Rolf-Oliver Schwemer. Das sei nicht das erste Mal. Es habe im vergangenen Jahr mehrere Fälle von Kirchenasyl im Kreis gegeben. In Schleswig-Holstein geben Gemeinden nach Angaben der Nordkirche derzeit 40 Menschen Kirchenasyl.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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