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Boden sackt immer wieder ab

Klärwerk Ellerdorf Boden sackt immer wieder ab

Das Klärwerk Ellerdorf muss saniert werden. Die Erdwälle, die die Klärbecken umgeben, sacken immer wieder ab, sodass die Rohre frei liegen. Ein Ingenieurbüro soll nun Vorschläge erarbeiten. Alle bisher angesprochenen Möglichkeiten liegen nicht im finanziellen Rahmen der Gemeinde.

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Die Umwallung der Klärbecken in Ellerdorf sackt seit Jahren im moorigen Grund ab. Dieses frei liegende Rohr war ursprünglich unter der Erde verlegt.

Quelle: Beate König

Ellerdorf. Die Phosphor- und Stickstoffwerte sind im Ellerdorfer Klärwerk topp und „deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten“, sagt Bürgermeister Frank Steinmann. Dennoch besteht Sanierungsbedarf: Die Umwallungen um die drei Klärbecken sacken regelmäßig ab. Die Gemeindevertretung beschloss, ein Ingenieurbüro zu beauftragen, bezahlbare Sanierungsvorschläge zu machen.

 Zuletzt wurden die Wälle um die Becken am Bötzwischer Weg vor etwa fünf Jahren aufgeschüttet, so Steinmann weiter. Inzwischen sind die rund 50 Zentimeter hohen Ränder jedoch 30 bis 40 Zentimeter in den moorigen Untergrund eingesunken. Wie tief, zeigt ein frei liegendes Einlaufrohr. „Das war eigentlich mit Erde bedeckt und verlief unterirdisch.“

 Spundwände wären eine Lösung, „die sind aber einfach zu teuer“. Gute Erfahrungen hat die Gemeinde mit Geotextilmatten gemacht, die vor rund zehn Jahren unter der Hauptleitung verlegt wurden. Seitdem sinkt die Leitung nicht mehr in den Grund.

 Die Wälle sind nötig, weil Ellerdorf Abwasser- und Regenwasser über ein gemeinsames Leitungsnetz in die Klärbecken führt. Bei starkem Regen wie zuletzt im Februar steigt der Wasserspiegel in den Becken inzwischen über die Wälle und die benachbarten, landwirtschaftlich genutzten Felder werden überschwemmt. Die Wälle wie in der Vergangenheit erneut aufzuschütten, sei keine langfristige Lösung, so Steinmann. Der Boden würde sich so zu stark verdichten. Die Leitungsnetze zu trennen, sei das Beste, meint der Bürgermeister. „Aber das ist nicht bezahlbar.“

 Weitere Aufgabe für den Ingenieur: Das für 450 Einwohner konzipierte Klärwerk tauglich für einen möglichen Anstieg der Einwohnerzahlen zu machen. In Zukunft könnten vier bis acht Häuser neu gebaut werden. Auf der zwei Hektar großen Fläche ist Platz für eine Erweiterung.

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