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35 Jahre auf Gut Steinwehr

Betriebsleiter geht in Rente 35 Jahre auf Gut Steinwehr

Auf dem Himbeerhof Gut Steinwehr in Bovenau endet mit Ablauf dieses Monates eine Ära: Nach fast 35 Jahren verabschiedet sich Klaus-Peter Grimm als Betriebsleiter in den Ruhestand. Ab 1982 hatte er den Hof auf Obstanbau für Selbstpflücker umgestellt.

Seit Februar 1981 ist Klaus-Peter Grimm Betriebsleiter auf Gut Steinwehr: „Es war eine sehr schöne Zeit.“

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Bovenau. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlässt Grimm einen Arbeitsplatz, auf dem er seit dem 1. Februar 1981 glücklich sei. „Es war eine sehr schöne Zeit.“ Der Betriebsleiter erinnert sich an ein Arbeitsleben in Steinwehr, das von Herausforderungen, Veränderungen und Kreativität geprägt war. „Vom Marktfruchtbetrieb mit Getreide zum Obstanbau“ überschreibt Grimm die Entwicklung des 120 Hektar großen Gutshofes.

 Zunächst einziger Mitarbeiter, zusätzlich im Sommer Aushilfskräfte, Erntearbeiten durch Lohnunternehmen – schon gut ein Jahr später hatte Grimm erkannt: „Wenn ich den Betrieb auf guter wirtschaftlicher Basis führen soll, dann muss sich hier etwas ändern.“ Im Zusammenwirken mit dem Eigentümer Ernst-Peter Komrowski, Reeder und Kaufmann in Hamburg, und einem Berater sei im Sommer 1982 entschieden worden, auch Obstanbau für Selbstpflücker zu betreiben.

 Die erste Wahl sei auf Himbeeren gefallen. Denn: „Erdbeerenpflücken gab es überall im Lande.“ Als fünf Jahre später die vom Staat gestützten Preise in der Landwirtschaft zunahmen, kam für Grimm nur eins in Frage: „Wir müssen den Obstanbau erweitern.“ Die Fläche für Himbeeren wurde vergrößert, Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschbäume und Brombeeren kamen bis 2003 hinzu. Im Frühjahr 2014 entstanden Folientunnel für Erdbeeren. „So sind wir in der Lage, von Anfang Mai bis Ende August Früchte anzubieten.“

 Obstvermarktung auch im Handel, im Sommer eine Gartencafeteria mit Himbeer- und Erdbeertorten sowie Weihnachtsmarkt – mittlerweile sind sechs Angestellte und etwa 60 Saisonarbeiter auf dem Gut beschäftigt. „Mit der ständigen Erweiterung haben wir das Gut lebensfähig gemacht.“ Er habe die Unterstützung des Eigentümers gehabt. „Er hat mir sehr viel Freiheit gelassen.“

 Anfang Januar wird Grimm von der Dienst- in eine Werkwohnung ziehen. 200 Meter vom Gut entfernt, weiß Grimm: „Auch wenn ich mich auf den Ruhestand vorbereiten konnte, so ganz loslassen kann ich nicht.“ Er wolle seinem Nachfolger mit Rat und Tat, wenn gewünscht, zur Seite stehen. Und seine Zuchtstute und seine vier Pferde auf dem Betriebsgelände pflegen. Mehr Zeit für die Familie und Gartenarbeit hat der 65-Jährige eingeplant.

 Die Betriebsleitung wird Christian Kleimeier übernehmen. Der 36-jährige Agraringenieur ist seit März 2014 Stellvertreter von Grimm.

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