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Alle 100 Parzellen verpachtet

Flintbek Alle 100 Parzellen verpachtet

Das Wetter in diesem Jahr war nicht unbedingt gut. Daher fällt nicht nur bei den Landwirten die Ernte etwas magerer aus, auch die Kleingärtner hatten schon bessere Ergebnisse. Die Freude an ihrem Hobby bleibt dennoch, so das Fazit bei einem Besuch im Kleingartengelände von Flintbek.

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Rhabarber, Grünkohl, Äpfel: Der Garten von Gerhard Meyer ist ein Vorbild, sagt Vereinsvorsitzender Hermann Boyke.

Quelle: Sorka Eixmann

Flintbek. Seit fünf Jahren ist Hermann Boyke Vorsitzender im Kleingärtnerverein Flintbek, der 2017 sein 100-jähriges Bestehen feiern wird. Eine kleine Erfolgsgeschichte, denn: „Alle unsere Parzellen sind derzeit verpachtet“, freut sich Boyke über den guten Zulauf. 100 Parzellen werden auf dem Gelände am Heimstättenweg gärtnerisch in Schuss gehalten, das Motto dabei: „Der Garten soll Spaß machen“, betont Boyke. „Wir reglementieren nicht so viel. Wer mehr Rasen möchte, weil es einfacher ist in der Pflege, der darf das auch machen.“

 Dennoch wird auf den meisten Parzellen auch noch fleißig für den Eigen- oder auch Familienbedarf geackert und geerntet. Erika Gubin und Ehemann Nikolai haben seit 18 Jahren ihre Parzelle in Flintbek. Während im Hintergrund der Hahn krähend durch das Gehege stolziert, macht Nikolai Gubin gerade eine Rauchpause, und Ehefrau Erika zupft Unkraut aus der Erde. „Das Meiste haben wir schon geerntet, es fehlen nur noch Zucchini, Bohnen und Kürbis“, erklärt die Hobbygärtnerin. Und die Äpfel und Birnen, die so schwer an den Bäumen hängen, dass sich die Äste biegen. „Die Sonne hat vielen Sorten schlichtweg gefehlt“, weiß Boyke, und Erika Gubin fügt hinzu: „Im Gewächshaus haben wir noch zusätzlich Gurken und Tomaten.“

 Ein paar Parzellen weiter bleibt Hermann Boyke vor einem seiner Vorzeigegärten stehen. „Diese Parzelle bewirtschaftet Gerhard Meyer mit seinen 83 Jahren. Und dort sieht man deutlich, dass die Versorgung noch im Mittelpunkt steht.“ Boyke zeigt auf das Areal mit dem Grünkohl, auf dem auch Salat, Rhabarber und ein frisch abgeernteter Kartoffelacker zu erkennen sind. Auch dort hängen die Bäume voller Äpfel: „Für die meisten Äpfelsorten war das Jahr gut.“

 Gerade sind Marlies und Rolf Menzel aus Flintbek in ihrem Kleingarten eingetroffen. Während Marlies beginnt, Unkraut aus den Beeten zu entfernen, hat sich Rolf Menzel eine Schale mit kleinen Cocktailtomaten gepflückt. „Es war kein gutes Jahr für die meisten Sachen, die wir angepflanzt haben. Vieles haben uns die vielen Schnecken weggefressen“, sagt Menzel. Von Schneckenkorn hält er nichts. „Damit machen wir auch die guten Schnecken kaputt. Das ist eben Natur, damit müssen wir leben.“ Gut sei die Ernte bei Wurzeln und Kartoffeln gewesen: „So dicke Möhren hatten wir noch nie.“ Seit acht Jahren bewirtschaftet das Ehepaar aus Flintbek den Kleingarten. „Das macht so viel Freude und Spaß, das ist Entspannung pur, hier zu werkeln.“ Das Schönste: „Jedes Jahr ist ein anderes Gartenjahr, weil die Natur es bestimmt.“

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