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Mit dem Rollator beschwerlich

Klosterkirche Bordesholm Mit dem Rollator beschwerlich

Die holprige Steinrampe, die als behindertengerechter Aufgang zum Portal der Bordesholmer Klosterkirche führt soll saniert werden. Außerdem überlegt die Kirchengemeinde, einen elektrischen Türöffner für die schwere Holztür zu installieren.

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Inge Gutow (91) testete den behindertengerechten Zuweg zur Klosterkirche. Ihr Fazit: Geht, aber beschwerlich.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Die mehr als zehn Zentimeter dicke Eichentür im Eingangsportal der Klosterkirche Bordesholm stellt für viele Menschen mit Mobilitätseinschränkung nämlich ein Hindernis dar. Ohne fremde Hilfe kommen Senioren mit Rollatoren nur beschwerlich ins Gotteshaus. „Es ist aber noch nie jemand nicht hingekommen“, betont Margret Bonde, Vorsitzende des Kirchenvorstands. Die Kosten, die die sieben Kirchspielorte für die neue und glattere Rampetragen müssen, belaufen sich auf 29000 Euro.

 Die 91-jährige Inge Gutow, die im Altenpflegeheim Klosterstift lebt, machte am Mittwochmorgen den Rollatortest für die KN. In der Kirche sei sie bereits häufiger gewesen. Um die Kirche herum laufe sie aber noch lieber: „Wir haben es hier so schön“, meint die rüstige Seniorin und schiebt ihre Gehhilfe an den Beginn der etwa 15 Meter lange Rampe. Schon mit bloßem Auge sind die ausgewaschenen Fugen zwischen den Steinen zu erkennen. Inge Gutow marschiert los und bereits kurze Zeit später bleibt ihr Rolli mit einem Rad in einer tiefen Spalte hängen. Sie ruckelt mehrere Male. Und es geht weiter. „Beschwerlich, aber geht. Wäre natürlich schöner, wenn es eine glatte Fläche wäre.“ Am Mittwochvormittag war die schwere, nach innen verlaufende Eichentür geöffnet. „Wenn sie zu ist, muss man mit dem Rollator dagegen fahren, immer wieder. Dann kommt man auch hinein“, so Inge Gutow. Die Sanierung des Zuwegs ist aus ihrer Sicht dringend erforderlich.

 Die Kirchengemeinde sieht das auch so. „Ich hoffe, dass der Auftrag von den Gemeinden in diesem Jahr vergeben wird“, hofft Margret Bonde. Schön wäre eine Fertigstellung vor den Festspielkonzerten im Sommer. Ein Termin für die Maßnahme, die eigentlich schon im vergangenen Jahr realisiert werden sollte, steht noch nicht fest. 2015 sollte das Vorhaben noch 22000 Euro kosten. Ein neuer Handlauf macht die Sache teurer. Auch im Kirchenvorstand wird ein elektrischer Türöffner als sinnvoll gesehen. Da müssten aber noch Gespräche geführt werden, so Bonde. Optimal wäre natürlich, wenn Rampensanierung und elektrischer Türöffner gleichzeitig umgesetzt werden würden.

 Als erste Gemeinde hat Bordesholm dem Vorhaben zugestimmt. Ihr Anteil an der Rampensanierung für 29000 Euro beträgt 12000. Die hohen Kosten sind einigen Ortspolitikern ein Dorn im Auge. Norbert Baschke (CDU) polterte zuletzt: „Das ist eine vergoldete Rampe: 29000 Euro für 15 Meter.“ Schmalstede (1282 Euro), Mühbrook (2436), Grevenkrug (967), Hoffeld (752), Sören (866) und Schönbek (980) haben über den neuen Sanierungsplan noch nicht beraten.

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