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Kompromiss ermöglicht Bau von Sozialwohnungen

Kronshagen Kompromiss ermöglicht Bau von Sozialwohnungen

Die Anwohner liefen gegen das Vorhaben Sturm, doch nun scheint die Zukunft auf dem großen Spiel- und Bolzplatz in der Bürgermeister-Drews-Straße 54 in Kronshagen klar zu sein: Auf dem Grundstück entstehen Sozialwohnungen und eine Unterkunft für Asylbewerber – aber in abgespeckter Form mit nur 36 Wohnungen.

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Auf dem Spiel- und Bolzplatz in der Bürgermeister-Drews-Straße in Kronshagen sollen Wohnungen für Senioren sowie eine Unterkunft für Flüchtlinge entstehen. Die Gemeinde will am Ende der Straße einen neuen, aber kleineren Naturspielraum anlegen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Diese empfehlende Entscheidung fiel im Hauptausschuss am Dienstagabend einstimmig. Der Eindruck der Einmütigkeit kam aber nur zustande, weil sich drei Mitglieder der CDU-Fraktion, darunter der Vorsitzende Thomas Kahle, der Stimme enthielten; lediglich Andrea Linfoot hob für das Projekt die Hand. Das massive Bauvolumen und der offensive Druck der Anwohner hatten in der vorausgegangenen Sitzung nicht nur in der CDU, sondern auch in der SPD zu einer Abkehr von den ursprünglichen Plänen des Kieler Architektenbüros Zastrow + Zastrow mit 42 Wohnungen geführt.

 Der Investor, das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen (GWU) aus Eckernförde, prüfte daraufhin Alternativen. Doch während die SPD mit dem Kompromiss nun zufrieden war und die Schaffung von „bezahlbarem Wohnraum“ begrüßte, blieben bei der CDU Vorbehalte. Daniel Kiewitz (CDU) wies zwar darauf hin, dass die Änderungen in die „richtige Richtung“ gingen, räumte aber ein, dass „wir uns gern eine schlankere Bauweise gewünscht hätten“. Drei Gebäude passten nicht zu dem ansonsten aufgelockerten Siedlungsbild. Eine Reduzierung auf nur zwei Baukörper war mit dem Investor aber nicht zu machen.

 Nach Informationen dieser Zeitung ist die schlankere Variante möglich geworden, ohne dass die Gemeinde beim Kaufpreis für das etwa 3000 Quadratmeter große Grundstück nachgab. Dafür ist, wie berichtet, ein Erlös von 676000 Euro eingeplant. In dem neuen Entwurf sind die Abstände zwischen den drei Wohnhäusern von 7,70 auf 11 Meter erhöht worden. Zudem wurde ein wichtiger Kritikpunkt der Anwohner behoben, indem die Architekten die zunächst in Nachbarbarschaft zur vorhandenen Wohnbebauung geplante Stellplatzanlage in den südlichen Bereich verlagerten.

 Ob alle Gebäude über Aufzüge verfügen werden, ließ GWU-Vorstand Stephan Seliger offen. Iris Blumtritt (UKW) forderte, zwingend über den Bau von Fahrstühlen nachzudenken, weil es sonst Probleme mit der Nachnutzung geben könne. Das zunächst als Asyl-Unterkunft geplante dritte Gebäude soll zu einem späteren Zeitpunkt zu Seniorenwohnungen umgerüstet werden. Anwohner kritisierten die Lage des nur 5,50 Meter von der Bahnstrecke entfernten Wohngebäudes als „menschenunwürdig“. Andrea Linfoot entgegnete: „Wir leben in Kronshagen an der Bahn.“ Auch die Seniorenwohnanlage an der Wendenstraße liege direkt an der Strecke. Wolfgang Weskamp (SPD) meinte: „Es besteht keine Pflicht, dort hinzuziehen.“

 Daniel Kiewitz regte ein Überdenken des Stellplatzangebots an: Mit Blick auf die spätere Nachnutzung solle bereits jetzt ein Faktor von 1,1 statt 0,7 eingeplant werden. Gudrun Rempe (Grüne) hielt eine Erhöhung nicht für nötig: „Die Leute leben im Zentrum. Da braucht man eigentlich kein Auto.“

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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