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Hilfe für die Helfer

Flüchtlinge im Kreis Hilfe für die Helfer

Sie hilft bei Fragen zur Betreuung von Flüchtlingen in den Orten: Gitte Bärbig-Harrsen ist beim Kreis Rendsburg-Eckernförde Ansprechpartnerin für Bürgermeister und Helfer. „Wir wollen die nicht alleine lassen“, sagt Thilo Rohlfs, Leitender Kreisverwaltungsdirektor.

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Thilo Rohlfs und Gitte Bärbig-Harrsen bereiten eine Informationsveranstaltung für Ordnungsamtsleiter vor.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Gerade hat der Brief einer Familie aus Schacht-Audorf Gitte Bärbig-Harrsen erreicht. Die Familie bietet Wohnraum für Flüchtlinge an. An wen sie sich wenden muss? Die Antwort schüttelt Gitte Bärbig-Harrsen aus dem Ärmel. Die Schacht-Audorfer mögen sich beim Amt Eiderkanal melden. Jüngst sprachen zwei Bürger, die grade ihren deutschen Pass bekommen hatten, die Sozial-Pädagogin an. Sie könnten als Sprachpaten Flüchtlingen helfen. Gitte Bärbig-Harrsen vermittelte einen Kontakt. 

„Es gibt viele Bürger, die helfen wollen, aber orientierungslos sind“, sagt Thilo Rohlfs, der Leitende Kreisverwaltungsdirektor. Ab sofort hilft da die Angestellte mit der sperrigen Aufgabenbezeichnung „Koordinatorin für die dezentrale Betreuung von Flüchtlingen“. Sie hat eine halbe Stelle beim Kreis. Ab Mai kommt eine Kollegin dazu, ebenfalls mit einer halben Stellen. Ob das reicht? „Wir müssen im Auge behalten, was leistbar ist“, erklärt Rohlfs. „Es ist ein erster Schritt.“

Bürgermeister, Freundeskreise, Runde Tische, Kirchengemeinden, Einzelpersonen, Vereine, Volkshochschulen: Ein buntes Netzwerk von Helfern kümmert sich um Flüchtlinge im Kreis Rendsburg-Eckernförde in den Gemeinden. Denn spätestens nach sechs Monaten in der Kreis-Sammelunterkunft in der Kaiserstraße in Rendsburg müssen Flüchtlinge weiter ziehen. Sie wohnen dann in Dörfern, Gemeinden und Städten - dezentral verteilt. 

Wie sollen die Flüchtlinge von Rendsburg in ihr neues Zuhause kommen? Mit der Bahn? Per Bus? Per Mitfahrgelegenheit? Wo ist ein Dolmetscher, wenn ein Arztbesuch nötig ist? Wie kommen Asylbewerber aus einem Dorf ohne Bus- oder Bahnverbindung zum Amt für Migration und Flüchtlinge in Neumünster, wenn sie dort einen Termin wahrnehmen müssen? Wo gibt es Arbeit? 

Mit solchen Fragen rechnen Bärbig-Harrsen und Rohlfs. Beide bereiten jetzt auch Informationsveranstaltungen im Kreishaus für Ordnungsamtsleiter und ehrenamtliche Helfer vor. So soll ein Vertreter des Zentralrats der Yeziden über die Verfolgung dieser Minderheit durch den sogenannten Islamischen Staat sprechen.

Die Fragen werden zunehmen mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen. Bis Ende des Monats rechnet Rohlfs mit 426 Neuankömmlingen in diesem Jahr. Bis Ende Dezember erwartet er nach wie vor 1800 Menschen. Es gehe um „eine angemessene und menschenwürdige Unterbringung und Betreuung“. Ihm sei kein Beispiel für Stimmungsmache gegen Asylbewerber im Kreis bekannt. Gitte Bärbig-Harrsen soll helfen, dass es dabei bleibt.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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