21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Kosten für Fußgängertunnel steigen

Bordesholm Kosten für Fußgängertunnel steigen

Die Preise in der Bauwirtschaft sind extrem in die Höhe geschnellt: Und das bekommt die Gemeinde Bordesholm zu spüren. Statt der geschätzten 700000 Euro wird die Sanierung des Fußgängertunnels samt Rampen am Bahnhof und die Modernisierung des Umfelds mit Fahrradabstellplatz 860000 Euro verschlingen – eine Kostenexplosion von über 20 Prozent.

Voriger Artikel
„Ab Dezember wird es eng“
Nächster Artikel
Lauter durch Lärmschutz?

Der Tunnel soll Richtung Rathaus aufgeweitet werden.

Quelle: fs

Bordesholm. Wenn die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 13. Oktober zustimmt, und davon ist auszugehen, sollen die Arbeiten auf der Mühlenstraßenseite Ende Oktober bis Anfang November beginnen. Mit einer sechsmonatigen Bauzeit sei zu rechnen, informierte der Planer Arne Siller (Kiel) am Dienstagabend im Rathaus. Die Kosten für den Abschnitt in Richtung Edeka-Markt Dornmeyer stehen noch nicht fest, teilte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht mit.

 Der Bauausschuss sowie der Infrastrukturausschuss empfahlen (nicht einstimmig) in der gemeinsamen Sitzung, die große Lösung mit rotem Klinker an den Tunnelwänden umzusetzen. Eine Reinigung der bestehenden Fliesen mit Anstrich wäre nur knapp 30000 Euro billiger, aber auch anfälliger für Schmierereien gewesen. Bei dem Bauvorhaben wird allerdings auf einen Schotteruntergrund (nun Kies) verzichtet, wodurch 23000 Euro eingespart werden können.

 Zunächst diskutierten die Ortspolitiker darüber, ob auf einer der Rampenseiten auf den Handlauf für Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren (55 und 85 Zentimeter Höhe) verzichtet werden könnte. Das hätte die Kosten um 20000 Euro verringert. Darauf verzichtet man aber. Bärbel Volkers (SPD) betonte: „Wir machen das Ganze barrierefrei. Und daher sollten wir nun nicht bei einem Handlauf sparen.“ Auf ihren Vorschlag hin soll geprüft werden, ob das bunte Mosaikband aus dem Tunnel zur optischen Auflockerung in eine Rampenwand quasi verlängert werden kann.

 Da es sich um ein Vorhaben im Rahmen der Städtebauförderung handelt, trägt die Gemeinde Bordesholm nur ein Drittel der Kosten. Nach Angaben von Sigrid Nieswandt, Projektleiterin beim Sanierungsträger BIG-Städtebau, würden auch genug Mittel zur Finanzierung zur Verfügung stehen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3