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Kostenexplosion im Kindergarten

Felde Kostenexplosion im Kindergarten

Mit erheblichen Gebührenerhöhungen müssen die Eltern im Kindergarten Felde ab 2016 rechnen. Wegen erheblich gestiegener Kosten soll der Elternanteil ab Januar in der Spitze um bis zu 71,5 Prozent steigen.

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Die Kosten für den Kindergarten Felde sind erheblich gestiegen. Die Eltern sollen jetzt kräftig in die Tasche greifen.

Quelle: Sven Janssen

Felde. Für einen Krippenplatz mit Frühbetreuung werden im Jahr 2868 Euro zusätzlich fällig (bisher: 4008 Euro), die Ü3-Ganztagsgruppe mit Frühbetreuung wird 702 Euro mehr kosten, wenn die Gemeindevertretung heute Abend dem Vorschlag des Sozialausschusses folgt. „Als wir die Zahlen gesehen haben, blieb uns die Luft weg“, sagte Sozialausschussvorsitzende Petra Paulsen (SPD). Dennoch sei die Erhöhung ohne Alternative. „Bund, Land und Kreis haben sich immer mehr aus der Finanzierung zurückgezogen, und die Kosten der Gemeinde sind erheblich gestiegen.“ Rund 938000 Euro werde der Kindergarten nach einer Kalkulation des Amtes Achterwehr 2015 kosten. Das sind 253000 Euro mehr als noch 2011 (685000 Euro).

 Fast 90 Prozent davon sind Personalkosten. „Wir bieten in Felde eine hohe Betreuungsqualität mit zwei Mitarbeitern pro Gruppe, zusätzlich gibt es eine Leiterin und Springer, das ist gewollt, aber kostet auch“, erklärte Paulsen. Die Einrichtung einer Übergangsgruppe habe zusätzlich zur Kostensteigerung beigetragen. Anfangs seien dort aufgrund der Vorgaben des Kreises drei Kinder von 1,5 Mitarbeitern betreut worden. Gegenüber 2011 würden die Mitarbeiter pro Woche 82 Stunden mehr arbeiten, die Personalkosten seien um rund 221000 Euro gestiegen.

 In seiner Beschlussempfehlung sieht der Sozialausschuss vor, dass die Eltern künftig zu 32 Prozent an den Kosten beteiligt werden. „Da der Betreuungsschlüssel bei den Krippenkindern kleiner ist, sind die Kosten entsprechend höher“, sagte die Vorsitzende. Eltern zahlen in der Krippe pro Stunde künftig 2,65 Euro, für Kinder über drei Jahre müssten 1,44 Euro pro Stunde gezahlt werden. Die Frühbetreuung (täglich von 7 bis 8 Uhr), die bislang den Eltern nicht berechnet wurde, soll künftig ebenfalls gebührenpflichtig werden. Von der Verteilung der tatsächlichen Kosten auf die einzelnen Gruppen profitiert die Waldgruppe. Sie soll pro Jahr rund 120 Euro günstiger werden.

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