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Kraniche rasten in Dätgen

Mais auf dem Speiseplan Kraniche rasten in Dätgen

Ein Naturschauspiel ist in der Feldmark von Dätgen zu beobachten: Etwa 100 Kraniche picken am Schulwiesenweg auf einem abgeernteten Maisfeld regelmäßig auf, was der Bauer übrig gelassen hat. Die Vögel rasten auf ihren Weg in südliche Winterquartier.

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Kraniche ziehen derzeit auf dem Weg in ihre südlichen Winterquartiere über Mittelholstein. In Dätgen rasten zeitweise Dutzende der großen Vögel im Bereich des Truppenübungsplatzes Kamp und dem Naturschutzgebiet Wennebek.

Quelle: Gero Janovsky

Dätgen. Dieses Maisfeld liegt direkt gegenüber dem Wohnhaus von Gero Janovsky, der sich über die Vögel freut. Immer wieder geht er sie anschauen und schießt Fotos. Allerdings würden sie einen „tierischen Lärm“ machen, meint er und lacht – als würde eine riesige Horde Kinder auf dem Feld spielen und schreien.

 „Für Dätgen ist das ungewöhnlich“, sagt dazu Henner Kinder, Vorsitzender des Nabu Nortorf. In Schleswig-Holstein habe es lange Jahre kaum noch Kraniche gegeben. „Auf ihrer Zwischenrast von Skandinavien nach Spanien halten sie sich dort auf, wo Flachwasser ist.“ In Dätgen, so vermutet er, seien die empfindlichen Vögel durch den Jahrzehnte währenden Torfabbau im Moor gestört gewesen. Doch mittlerweile ginge es den Kranichen auch in Schleswig-Holstein ein wenig besser, sie würden sich wieder stärker ansiedeln. Vor zwei bis drei Jahren habe er selbst per Zufall zwei brütende Paare mit ihrem Nachwuchs im Dätgener Moor beobachten können, insgesamt sechs Vögel.

Hier sehen Sie Bilder von Kranichen in Dätgen.

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 Häufiger seien Kraniche auf der Durchreise im Norden Mecklenburg-Vorpommerns anzutreffen, beispielsweise auf Rügen oder dem Darß, erklärt Kinder. Von diesen Rastplätzen aus würden sie auf Nahrungssuche ausfliegen. „Auf Maisfeldern fressen, das machen die Kraniche gerne.“ In Mecklenburg würden Tausende extra angefüttert, damit die Felder der Landwirte geschont würden.

 Wo die Dätgener Kraniche sich nachts aufhalten, kann Kinder nicht konkret sagen. Er hält das derzeit in Renaturierung befindliche Moor für möglich. Er weist darauf hin, dass die Fluchtdistanz der scheuen Vögel bei 200 Metern liege. „Wer sie beobachten möchte, sollte sich langsam mit dem Auto nähern und nicht aussteigen. Radfahrer und Fußgänger sollten Deckung suchen. Ein Fernglas mitzunehmen, empfiehlt sich.“

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