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Atempause für die Außenstellen

Kfz-Zulassungsbehörde Atempause für die Außenstellen

Es ist zumindest eine Atempause. Die Kreisverwaltung rät vorerst von einer Schließung der Kfz-Zulassungsstellen in Altenholz, Eckernförde und Hohenwestedt ab. Weil sie unwirtschaftlich arbeiten, drohte ihnen das Aus - womöglich schon zu Anfang 2017.

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Im Kreishaus in Rendsburg ist die Zentrale der Kfz-Zulassungsbehörde.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Die drohende Schließung der drei Außenstellen und damit das Ende der dezentralen Struktur der Kfz-Zulassung im größten Flächenkreis des Landes gehörte zu den Aufregern des vergangenen Jahres. Bürgermeister und Kommunalpolitiker protestierten gegen die Pläne des Kreises, der mit den hohen Kosten argumentierte.

Beim Leistungsvergleich aller Kreis-Zulassungsstellen im Land ist Rendsburg-Eckernförde mit seinen drei Filialen nämlich seit 2010 Schlusslicht. Während im Landesdurchschnitt jeder Mitarbeiter einer Zulassungsstelle im Jahr 2014 über 3500 Anträge bearbeitete, waren es im Kreis knapp 3000 Anträge, notierte der 2015 vorgelegte aktuelle Bericht mit dem sperrigen Namen „kommunales Benchmarking der schleswig-holsteinischen Kreise“. Der Kreis solle prüfen, ob er Außenstellen schließt, rieten die Autoren in dem Papier,

Nach dem bisherigen Plan sollte die Entscheidung über die Außenstellen beim Kreis jetzt fallen. Denn zu Ende dieses Jahres wollte er die Immobilien in Altenholz, Eckernförde und Hohenwestedt kündigen. Das wird nichts. Die Kreisverwaltung könne zurzeit weder eine Kostenrechnung für die einzelnen Standorte noch ein Konzept für eine neue Struktur der Zulassungsbehörde vorlegen, heißt es in einem Papier an den Kreis-Hauptausschuss, der die Sache entscheiden muss. Grund sei eine Überlastung der Verwaltung wegen des Flüchtlingszustroms im vergangenen Jahr.

Erst in einem Jahr könne die Verwaltung ihren Bericht dem Hauptausschuss vorlegen. Zunächst werde der Kreis die Standorte in Altenholz, Eckernförde und Hohenwestedt jetzt nicht kündigen, sagte der Kreisverwaltungsdirektor Carsten Ludwig am Montag. Es sei „nicht unrealistisch“, dass die drei Außenstellen auch im kompletten Jahr 2017 geöffnet bleiben, erklärte der Beamte. „Was danach ist, hängt davon ab, welche Entscheidung im nächsten Jahr fällt.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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