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Noten fürs Kreisbauamt

Kundenbefragung Noten fürs Kreisbauamt

Wie zufrieden sind Bauherren mit der Kreisverwaltung Rendsburg-Eckernförde? Bereits das dritte Mal fragt die Bauaufsicht das. Egal, ob es um ein neues Einfamilienhaus, einen Wintergarten, eine Tischlerwerkstatt oder eine Industriehalle geht: Jeder Bauherr bekommt noch bis Ende September einen Fragebogen.

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Bis Ende Juli haben die 14 Bau-Ingenieure beim Kreis Rendsburg-Eckernförde dieses Jahr fast 1400 Anträge bearbeitet.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Wie verständlich war der Bescheid? War die Wartezeit auf die Baugenehmigung zu lang? Wie freundlich waren die Mitarbeiter? Wie gut waren sie erreichbar? Solche Fragen sollen die Kunden anonym beantworten - Privatleute, Architekten, Firmenchefs und Behörden wie Ämter und Gemeinden. Die Befragung hat Anfang August begonnen, sie endet zum 30. September, sagt Britta Siefken, die Leiterin der Bauaufsicht beim Kreis Rendsburg-Eckernförde. Letzter Abgabetermin für die Fragebögen ist der 31. Oktober.

Mit der neuen Befragung kann der Kreis erstmals prüfen, ob der positive Trend Bestand hat. Bei der ersten Befragung gab es 2009 noch eine Gesamtnote von 2,6 fürs Bauamt, 2011 erreichte die Behörde die Note 2,04. Für die Bearbeitungsdauer von Bauanträgen stieg die Zensur von 3,4 auf 2,48. Bei der aktuellen Befragung stellt der Kreis wieder die gleichen Fragen wie in den vergangenen Jahren. „Um es vergleichbar zu machen“, sagt Britta Siefken. Die Bauherren bekommen die Fragebögen per Post mit der Baugenehmigung samt frankiertem Rückumschlag, erklärt die Angestellte.

Petr Kunes-Federico blättert in der Landesbauordnung. Sein Buch ist gespickt mit Lesezeichen. Bis vor Kurzem war Kunes-Federico noch frei schaffender beziehungsweise angestellter Architekt in Nordrhein-Westfalen. Jetzt ist er Angestellter der Kreis-Bauaufsicht und bearbeitet Bauanträge - als einer von elf Bau-Ingenieuren. „Ich kenne beide Seiten“, sagt er. Das hilft ihm. Dass seine Arbeit jetzt benotet wird, stört den Angestellten nicht. „Egal in welcher Situation im Leben, jeder bewertet jeden auf Papier oder im Geist. Ich mache meine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen. Man kann auch aus Kritik lernen. Ich habe damit kein Problem.“

Kunden wollen ihre Baugenehmigung schnell. Die Behörde habe viel getan, um das Verfahren zu beschleunigen, sagt Britta Siefken. In diesem Jahr brauche das Amt im Durchschnitt 49 Tage, vergangenes Jahr seien es 50 Tage gewesen. Damit belege der Kreis Rendsburg-Eckernförde im Landesvergleich einen der vorderen Plätze.

Bis Ende Juli habe die Bauaufsicht 1363 Anträge bearbeitet, im vergangenen Jahr seien es 2549 gewesen, 2013 dagegen 2418. Über 95 Prozent der Bauanträge werden genehmigt, erklärt Britta Siefken. Das sei landesweit ein Spitzenplatz. Vor wenigen Jahren war das noch anders. Da habe die Genehmigungsquote noch deutlich unter 90 Prozent gelegen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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