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Warten auf die Flut

Dichtheitsprüfungen Warten auf die Flut

Bis Ende Dezember erwartet der Kreis eine Flut von Briefen mit Ergebnissen von Dichtheitsprüfungen. Eigentümer von 4451 Grundstücken müssen den Zustand ihrer Abwasserrohre belegen. Undichte Stellen müssen saniert werden. Der Kreis sagt: Unbedingt Vergleichsangebote einholen. Bisher sind erst 574 Briefe eingegangen.

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 Bei einer Dichtheitsprüfung in Seemühlen-Nord in Rendsburg schieben Timo Aschmann (links) und Alessandro Perez die Kamera für die Inspektion der Röhre in den Kontrollschacht.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Die bisherigen Ergebnisse sind besser als erwartet: Auf nur 131 Grundstücken sind in Rohren und Kontrollschächten Risse und Löcher. Mit dieser Quote von nicht einmal 25 Prozent ist Hans-Jörg Tresselt von der Wasserbehörde des Kreises zufrieden. Fachfirmen hatten bis zu 80 Prozent Schäden vorhergesagt.

Die Eigentümer der 4451 Grundstücke verteilen sich auf den Norden Rendsburgs, Fockbek, Eckernförde-Süd, Bordesholm, Wattenbek, Schwentinental und Tasdorf, sagt Tresselt. Das sind mehr als Anfang des Jahres erwartet. Denn Schwentinental und Tasdorf aus dem Kreis Plön sind dazugekommen, weil sie an Klärwerke angeschlossen sind, deren Ausläufe im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegen.

Dichtheitsprüfungen muss vorlegen, wer ein Haus in einer Wasserschutzzone hat. Fachfirmen bieten die Untersuchungen an. Und legen bei Schäden mit Sanierungsvorschlägen nach. Bisweilen mit horrenden Summen. Tresselt erinnert sich an den verzweifelten Anruf einer Frau, der eine 14000-Euro-Sanierung angeboten wurde. Dafür reiche ihre Rente nicht, und die Bank gebe ihr keinen Kredit.

Ralf-Dieter Beck, stellvertretender Leiter des Fachdienstes Umwelt: „Wir können nur empfehlen, dass die Leute Vergleichsangebote einholen. Auf keinen Fall sofort reagieren.“ Die von den Firmen erstellten Unterlagen über den Zustand der Kanalisation gingen in das Eigentum der Bürger über, sobald sie bezahlt seien. Damit könne jeder zu einer anderen Firma gehen. Beck sagt auch: „Wir treiben keinen in die Pleite. Es gibt Ermessensspielraum in Härtefällen.“

Hans-Jörg Tresselt erwartet, dass der Kreis bis Ende 2016 mit der Durchsicht der Unterlagen beschäftigt ist. Zwei Mitarbeiter der Wasserbehörde müssen die Arbeit bewältigen. Die Behörde folge durchweg der Empfehlung der Fachfirmen und fordere die Grundstückseigentümer schriftlich zur Sanierung auf, wenn Risse in Rohren und Schächten sind. Für die Reparatur setze die Behörde eine Frist von sechs Monaten bis drei Jahren, je nach Schaden. Ralf-Dieter Beck vom Umweltamt rät, Risse und Löcher schnell zu dichten. Wer zu lange wartet, riskiere höhere Kosten, weil Schäden womöglich schlimmer würden.

Nach einer Übersicht des Kreises müssen in Fockbek Eigentümer von 1485 Grundstücken Dichtheitsprüfungen vorlegen, in Rendsburg sind es 1434 Grundstücke, in Bordesholm 512, in Eckernförde 490, in Wattenbek 307, in Schwentinental 128, in Tasdorf 115.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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