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Schwemer attackiert Förde Sparkasse

Schließung von Filialen Schwemer attackiert Förde Sparkasse

Landrat Rolf-Oliver Schwemer kritisierte am Montag im Kreistag in Rendsburg die Förde Sparkasse scharf vor dem Hintergrund der Schließung von Filialen. Er vermisse ein Bekenntnis des Vorstands zur Region. Das Schließen von Zweigstellen ersetze keine Strategie für den ländlichen Raum.

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Landrat Rolf-Oliver Schwemer.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Die Förde Sparkasse will bis Mitte November acht ihrer 54 Filialen zumachen oder zu Automaten-Standorten umbauen. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde soll Osdorf ganz schließen, und in Eckernförde-Nord sowie in Karby sollen nur noch Automaten stehen. Rund um Rendsburg hat die Sparkasse Niederlassungen in Fockbek, Hohn und Jevenstedt, die nicht betroffen sind.

Im Kreistag übte Landrat Schwemer ungewöhnlich heftige Kritik an dem Geldhaus. Er könne das Konzept nicht mittragen. Es sei „nicht ausgewogen“. Aber die Würfel seien gefallen. Zwar gehöre er als Vertreter des Kreises Rendsburg-Eckernförde dem Verwaltungsrat der Sparkasse an und sei zu Verschwiegenheit verpflichtet. Dennoch betrachte er die Entwicklung auch als Landrat. Und da liegt ihm ganz offenbar die Versorgung der Fläche in seinem ländlichen Kreis am Herzen.

Schwemer fordert "starkes Zeichen"

Schwemer erinnerte den Sparkassenvorstand an seine „besondere Verantwortung“. Hauptzweck von Sparkassen sei „nicht Renditeerzielung oder Gewinnmaximierung“ sondern „ein öffentlicher Auftrag“. Sie müssten den Mittelstand und die Bevölkerung „auch in der Fläche“ mit Krediten versorgen. Ihm fehle eine „klare Positionierung“, wie die Sparkasse diesen öffentlichen Auftrag im Kreis künftig erfüllen will.

Der Landrat forderte „ein starkes Zeichen“ der Sparkasse für den ländlichen Raum. Vorbild könnten Altenholz und Dänischenhagen sein, wo sie kleine Filialen geschlossen und dafür an einer belebten Stelle eine neue und attraktive Zweigstelle im Altenholzer Erdbeerfeld eröffnet habe.

Der Landrat zeigte auch Verständnis für die Sparpolitik der Kieler Zentrale. Die Sparkasse könne sich nicht freimachen von der wachsenden Bedeutung des Onlinebanking, der zunehmenden Bankenregulierung und den dauerhaft niedrigen Zinsen, die aufs Geschäftsergebnis drücken. Filialschließungen seien ein bundesweiter Trend, der vor dem Kreis nicht haltmache.

Eine bessere Informationspolitik im Vorfeld der Entscheidung zu den Filialschließungen wäre „sicherlich hilfreich gewesen“, rempelte der Verwaltungschef.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Kahlschlag oder „Anpassung“, wie es offiziell heißt? Die Schließung der Förde Sparkassenfilialen in Osdorf, Eckernförde-Borby und Karby stößt bei den Kunden und in der Kommunalpolitik auf Unverständnis. Nur in Karby bleibt der Geldautomat erhalten.

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