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5000 sollen kommen

Flüchtlinge 5000 sollen kommen

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde rechnet bis Jahresende mit 5000 Flüchtlingen, die er auf seine Städte, Ämter und Gemeinden verteilen muss. Bisher kamen erst knapp 1600 Menschen. Vor dem Hintergrund sagte Landrat Rolf-Oliver Schwemer, er erwarte, dass Flüchtlinge nun auch in Turnhallen unterkommen.

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 Auch über die Erstaufnahme in der Büsumer Straße in Rendsburg kommen Flüchtlinge in die Städte, Ämter und Gemeinden des Kreises.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Die neue Lage erklärten Landrat Rolf-Oliver Schwemer und sein Leitender Kreisverwaltungsdirektor Thilo Rohlfs am Dienstagvormittag Bürgermeistern, Amtsvorstehern und führenden Beamten aus Städten, Ämtern und Gemeinden des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Die neuen Zahlen sprengen alle bisherigen Vorstellungen. Die Kreisverwaltung habe die Berechnung vorgenommen, sagte Thilo Rohlfs im Anschluss vor der Presse. Das Land habe keine Prognose geliefert.

Bisher hat das Land dem Kreis den Angaben zufolge 1554 Flüchtlinge zugewiesen. Nun erwartet der Kreis bis Jahresende 5000 Menschen. Er schickt diese weiter in die Städte, Ämter und Gemeinden. So muss Eckernförde mit 411 Flüchtlingen (bisher kamen 156) rechnen, Rendsburg mit 427 (85), das Amt Mittelholstein mit 470 (164), das Amt Nortorfer Land mit 338 (84), das Amt Dänischer Wohld mit 318 (124).

Gemeinsam betonten Landrat Rolf-Oliver Schwemer und Hans Kaack, der Vorsitzende des Kreisgemeindetags, dass mit diesem Zustrom die Möglichkeiten der Kommunen erreicht seien. „Alle sind an der Grenze ihrer Möglichkeiten“, erklärte Landrat Rolf-Oliver Schwemer. „Wir sind am Rande“, fand Kaack. Beide verkündeten das Ende der dezentralen Unterbringung.

„Zur Not“ müssten noch in diesem Jahr Flüchtlinge „auch in Turnhallen“ untergebracht werden, kündigte der Landrat an. „Wir gehen davon aus, dass es in dem einen oder anderen Bereich dazu kommen muss.“ Es gebe aber noch keine konkreten Pläne. Möglicherweise kämen auch Ferienwohnungen oder Pensionen infrage, sagte Kreisverwaltungsdirektor Thilo Rohlfs. „Man wird Lösungen denken müssen, die bisher noch nicht gedacht wurden.“

Die hohen Zahlen könnten die Stimmung in der Bevölkerung zum Kippen bringen, warnten Schwemer und Kaack.  „Es besteht große Sorge, wie man das vor Ort vermittelt bekommt“, meinte der Landrat. „Wir wollen alle, dass die positive Stimmung der Menschen vor Ort erhalten bleibt.“ Im Schulterschluss mit dem Kreis wollten die Kommunen die Probleme in den Griff bekommen, „damit die Stimmung nicht kippt in eine Richtung, die wir nicht wollen“, versicherte Kaack.

Kreis und Gemeindetag forderten eine Beschleunigung der Asylverfahren, die zu lange dauerten. Vordringlich müssten müssten die Anträge von Menschen bearbeitet werden, die keine Bleibeperspektive haben. Bund und Land müssten den Kommunen ausreichend Geld zur Verfügung stellen, um die Kosten bewältigen zu können. Es handele sich um eine nationale Aufgabe.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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