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Flüchtlinge Es kommen viel weniger

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat die Zahl der Flüchtlinge, die bis Ende des Jahres kommen sollen, drastisch nach unten korrigiert. Bisher war er von 5000 Menschen ausgegangen. Jetzt erwartet er 3500 Asylbewerber. Das entlastet Städte, Ämter und Gemeinden. Denn der Kreis schickt die Flüchtlinge dorthin.

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3500 Flüchtlinge erwartet der Kreis bis zum Jahresende.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. „Das finde ich großartig“: So kommentiert Hans Kaack, der Vorsitzende des Kreis-Gemeindetags die neue Prognose. „Wenn es so ist, gibt es uns ein bisschen Luft“, sagt der Vertreter des ländlichen Raums im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Anders als die noch Anfang Oktober erwarteten 5000 Flüchtlinge seien 3500 in den Städten und Gemeinden voraussichtlich unterzubringen. „Ich denke, wenn wir uns alle anstrengen, bekommen wir das wohl hin.“ Voraussichtlich auch ohne dass Asylbewerber in Turnhallen oder Dörfergemeinschaftszentren ziehen müssen. „Niemand möchte Flüchtlinge in Hallen oder öffentlichen Gebäuden unterbringen.“

Die neue Zahl begründet der Kreis mit dem aktuellen Lagebericht des Landes Schleswig-Holstein, der wöchentlich herausgegeben wird. Danach ist die Zahl der hier angekommenen Flüchtlinge im Oktober zurückgegangen. Außerdem bleiben weniger Asylbewerber im Land, weil sie nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel schneller in andere Bundesländer geschickt werden.

Nach der neusten Statistik des Kreises sind bisher knapp 2500 Flüchtlinge in Rendsburg-Eckernförde angekommen. Dass in den verbleibenden Wochen bis Jahresende noch mal so viele Asylbewerber kommen, sei unwahrscheinlich, sagt Barbara Rennekamp, die zuständige Fachdienstleiterin in der Kreisverwaltung. „Das kann man sich nicht vorstellen.“ Die neue Prognose von 3500 Menschen sei „zum momentanen Zeitpunkt als vorläufig zu bewerten“ und nicht „als Zeichen für eine dauerhafte Entlastung oder gar eine Trendwende“, heißt es in einem Rundschreiben des Kreises an die Bürgermeister, Amtsdirektoren und Amtsvorsteher. 

Für die Städte, Ämter und Gemeinden bedeutet die neue Prognose eine Entlastung. So muss Rendsburg bis zum Jahresende noch rund 90 Flüchtlinge aufnehmen, es wären dann insgesamt 274 im laufenden Jahr, statt 427 wie bisher angenommen. Eckernförde müsste ebenfalls noch rund 90 Menschen aufnehmen, was 289 statt 411 fürs gesamte Jahr bedeutete. Kronshagen müsste noch 33 Flüchtlinge aufnehmen, das Amt Achterwehr noch rund 80, das Amt Bordesholm noch 50, das Amt Dänischenhagen noch 65, der Dänische Wohld noch rund 70, das Amt Molfsee noch 34, das Nortorfer Land noch rund 80.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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