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Kreis kündigt mehr Kontrollen an

Temposünder Kreis kündigt mehr Kontrollen an

Häufiger als 2015 will der Kreis Rendsburg-Eckernförde die Geschwindigkeit auf den Straßen messen, auch abends und an Wochenenden. Denn er hat mehr Personal dafür. Ein Kontrollschwerpunkt soll die Bundesstraße 77 in Rendsburg und Westerrönfeld vor den Tunneleinfahrten sein.

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 Öfters als bisher plant der Kreis Rendsburg-Eckernförde Geschwindigkeitskontrollen.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Klaus Wannemacher richtet an diesem Freitagvormittag die Lichtschranke seines Messgeräts „Leivtec xv3“ in klirrender Kälte auf der Rendsburger Eiderbrücke aus. Der Techniker peilt die zweispurige Fahrbahn der Bundesstraße 77 an. Tempo 70 ist hier angesagt. Zum Kanaltunnel ist es von hier aus etwa einen Kilometer weit. „Wenn da ein Unfall passiert, haben wir worst case“, sagt Andreas Brück, der zuständige Fachgruppenleiter im Kreishaus in Rendsburg. Denn wegen der Großbaustelle ist derzeit nur eine Tunnelröhre geöffnet. Die Bundesstraße 77 an den Tunneleinfahrten bleibt deshalb Schwerpunkt der Geschwindigkeitskontrollen. Dem Kreis gehören zwei mobile Messanlagen, die er am Straßenrand aufbauen kann. Eine davon betreibt er gemeinsam mit der Polizei.

360 Mal waren die beiden Anlagen im vergangenen Jahr im Einsatz, sagt Barbara Rennekamp, die Leiterin der Verkehrsaufsicht. 400 Einsätze waren es 2014. „Es gab einen personellen Engpass.“ Ein halbes Jahr lang seien nur zwei von drei Technikern im Dienst gewesen. Der Kreis stockt auf. Voraussichtlich nach Ostern seien vier Kontrolleure unterwegs. „Wir wollen dann auch nachmittags, am Feierabend und an Wochenenden kontrollieren. Dazu brauchen wir vier Leute.“ Die Beamtin kündigt fürs laufende Jahr „deutlich über 400 Einsätze“ auf den Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen von Rendsburg-Eckernförde an.

Wo der Kreis kontrolliert? Er richte sich auch nach Klagen von Bürgern und Gemeinden, sagt Andreas Brück. „Wir haben ständig Beschwerden von Bürgern. Das wird immer mehr.“ Er nennt Schwerpunkte für Kontrollen: die Ortseinfahrt von Bovenau, die Klausdorfer Straße vor der Claus-Rixen-Schule in Altenholz, die Strandstraße in Dänischenhagen, die Straße von Felm nach Osdorf, und den Bereich Domstag/Berliner Straße in Eckernförde.

Rund 24.000 Temposünder hat der Kreis im vergangenen Jahr den Angaben zufolge erwischt, im Vorjahr waren es 30.000. 2015 sei fast jeder zehnte Kontrollierte zu schnell gewesen. Die Quote sei leicht gesunken. Besonders in Erinnerung blieb ein Audi-Fahrer mit Hamburger Kennzeichen, der in Achterwehr-Schönwohld im Sommer zweimal auf einer Tempo-50-Strecke die Lichtschranke durchbrach, auf dem Hinweg mit 88 km/h auf dem Rückweg mit 79 km/h. Machte zusammen 260 Euro und einen Monat ohne Führerschein.

Im Januar hat der Kreis bisher bei 21 Einsätzen 9700 Fahrzeuge kontrolliert, 1070 waren zu schnell, sagten Barbara Rennekamp und Andreas Brück am Freitag. Unter anderem standen die Lichtschranken an der Hamburger Landstraße in Molfsee und in Holzbunge. „Blitzen“ lohnt. An Bußgeldern erwarte der Kreis für 2015 rund 1,75 Millionen Euro, 2014 seien es 2 Millionen gewesen.

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