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Millionen für neue Fahrbahnen

Kreisstraßen und Radwege Millionen für neue Fahrbahnen

Landrat Rolf-Oliver Schwemer schlägt ein schnelleres Tempo bei der Sanierung von Nebenstraßen im Kreis Rendsburg-Eckernförde vor. 81 Kilometer Kreisstraßen und 48 Kilometer Radwege sollen im kommenden Jahr erneuert werden. 15,6 Millionen Euro wären dafür nötig. Das Geld ist da.

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Löchrig und geflickt: Der Kreis Rendsburg-Eckernförde will die Straße von Jevenstedt-Nienkattbek nach Holtdorf schon im kommenden Jahr sanieren.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Nach einem 2015 gestarteten Sanierungsprogramm für die Kreisstraßen wären nächstes Jahr unter anderem diese Strecken dran: Kreisstraße 93 von Achterwehr zur Kieler Stadtgrenze, Kreisstraße 67 von der Landesstraße 255 bei Emkendorf nach Bredenbek-Kronsburg, die Kreisstraße 71 von Loop nach Bordesholm. Das würde 3,8 Millionen Euro kosten, sagt Schwemer. Knapp die Hälfte würde das Land bezahlen.

Darüber hinaus schlägt der parteilose Landrat ein „Sonderprogramm“ fürs kommende Jahr vor. In diesem sind unter anderem die Kreisstraße 29 von Nortorf nach Ellerdorf, die Piste von Haßmoor zur Blauen Pforte in Emkendorf, die Strecke von Brammer nach Bokelholm, die Ortsdurchfahrt in Holtsee, die Kreisstraße 59 nach Rieseby, die Kreisstraße 83 von Kosel nach Rieseby und die Strecke von Jevenstedt-Nienkattbek nach Holtdorf. Auch die Radwege an Straßen aus dem gesamten 2017er-Programm sollen erneuert werden, zusätzlich auch diejenigen, die besonders marode sind.

Insgesamt kostet das Sonderprogramm für Straßen und Radwege knapp 12 Millionen Euro. Dafür gebe es keine Zuschüsse des Landes, der Kreis müsse das alleine bezahlen. Das Geld dazu habe der Kreis im kommenden Jahr. Trotzdem könne er weiter Schulden abbauen und die von den Städten und Gemeinden zu zahlende Kreisumlage auf ihrem niedrigen Stand lassen.

Rolf-Oliver Schwemer sagte dazu am Donnerstag: „Ich spreche mich dafür aus, die finanziellen Möglichkeiten zu nutzen, um die Sanierung der Kreisstraßen zu beschleunigen.“ Und er sieht einen Kostenvorteil in dem erhöhten Tempo: Neu gemachte Straßen seien günstiger in der Unterhaltung, und sie müssten nicht ständig ausgebessert werden.

Das Sanierungsprogramm für die Kreisstraßen geht zurück auf einen Alarmruf des Kreistagsabgeordneten Reimer Tank (CDU) im Jahr 2013. Er war übers Land gefahren und hatte Fotos von maroden Pisten gemacht. Die führte der Politiker seinen Kollegen im Kreistag in einer bis dahin einmaligen Lichtbilderschau vor. Tank damals: „Der Straßenzustand bestraft jede Zeitverzögerung.“ Der Kreistag vertagte das Thema zunächst.

Im darauf folgenden Jahr legte der Kreis ein auf zehn Jahre angelegtes Programm für die Sanierung von 167 Kilometern Nebenstraßen auf. Das sind rund ein Drittel des gesamten Kreisstraßennetzes zwischen der Schlei und Hanerau-Hademarschen. Die Kosten schätzte der Kreis auf rund 37 Millionen Euro. Das Programm startete 2015.

Mit dem fürs kommende Jahr vorgeschlagene Sonderprogramm hätte der Kreis Ende 2017 weit mehr als die Hälfte der Aufgabe erledigt. Die Sanierung der 167 Kilometer könnte so schon im Jahr 2021 fertig sein, erklärt Martin Kruse, der Leiter des Kreisbauamts.

Daneben plant der Kreis im kommenden Jahr eine „umfangreiche Zustandserfassung aller Kreisstraßen“, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Presseerklärung der Verwaltung. Die Ergebnis sollen 2018 vorliegen. Es sei damit zu rechnen, dass der Zustand weiterer Straßen mangelhaft oder schlecht sei „und damit weitere Sanierungsanstrengungen nötig werden“.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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