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Rendsburg Kurz vorm Ziel

Mit Spannung schaut der Kreis Rendsburg-Eckernförde an diesem Mittwoch nach Berlin. Denn dort tagt der Haushaltsausschuss des Bundestags. Von seiner Entscheidung hängt ab, ob der Kreis die ehemalige Bundeswehr-Standortverwaltung (Stov) in der Kaiserstraße in Rendsburg zum Schnäppchenpreis kaufen kann.

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Der Kreis Rendsburg-Eckernförde will die ehemalige Bundeswehr-Standortverwaltung in der Kaiserstraße in Rendsburg zu einer Flüchtlingsunterkunft umbauen.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Immer wieder wurde die Entscheidung verschoben. Der Kreis wartet schon seit Februar. Jetzt ist es offenbar so weit. In seinem Tagesordnungspunkt 12 behandelt der Ausschuss das wichtige Thema, bestätigt der Bundestagsabgeordnete Johann Wadepuhl (CDU). Er geht davon aus, dass positiv entschieden wird. Dabei geht es um bundesweit geltende Richtlinien für den verbilligten Verkauf ehemaliger Bundeswehr-Liegenschaften, die der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gehören.

Für den Kreis würde das beim Kauf der ehemaligen Stov bedeuten: Statt den Verkehrswert von rund 400.000 Euro an die Bima zu zahlen, bekäme er das Gebäude womöglich für nur 100.000 Euro.

Erleichtert sei er erst, wenn die Entscheidung im Ausschuss gefallen ist und „das Ergebnis vorliegt“, sagte Landrat Rolf-Oliver Schwemer am Dienstag. Dann könne der Kreis sofort mit der Bima über den Ankauf verhandeln. „Die Kontakte sind geknüpft. Vorgespräche haben stattgefunden.“ Beide Seiten seien interessiert, möglichst schnell ein Ergebnis umzusetzen.

Für den Kreis drängt die Zeit. Er will die ehemalige Stov als Sammelunterkunft für rund 90 Flüchtlinge nutzen – als Ersatz möglicherweise auch als Ergänzung für veraltete Gebäude mit 66 Wohnplätzen in der unmittelbaren Nachbarschaft. Bevor Flüchtlinge in die Stov einziehen können, müsste das Haus aber aufwendig umgebaut werden. Für „mehrere 100.000 Euro“, schätzt Hans-Joachim Paulsen, Leiter des Gebäudemanagements beim Kreis.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
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Foto: Die ehemalige Standortverwaltung der Bundeswehr in der Kaiserstraße in Rendsburg: Der Kreis will sie als Sammelunterkunft für Flüchtlinge kaufen.

Das Warten auf den Verkauf der ehemaligen Bundeswehr-Standortverwaltung in der Kaiserstraße in Rendsburg entwickelt sich zum Politikum. Der Kreis will das Gebäude dem Bund günstig abkaufen und als Sammelunterkunft für Flüchtlinge nutzen.

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