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Kreis finanziert keinen Radweg

Westensee Kreis finanziert keinen Radweg

Drei Gemeinden, ein Ziel: Vor mehr als zehn Jahren entwickelten Westensee, Bredenbek und Emkendorf die Idee, einen Radweg entlang der Kreisstraße 67 zu bauen. Für den Ankauf von Land legte jede Gemeinde seinerzeit sogar ein Finanzpolster an. Doch die Hoffnung auf Realisierung ist geschwunden.

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Der Kreis winkt ab: Aus dem Radweg-Bau an der K67 in Westensee, Bredenbek und Emkendorf wird wohl nichts.

Quelle: Torsten Müller

Westensee. Es geht um eine Strecke von etwa sieben Kilometern Länge: von der Schönhagener Straße in Bredenbek über Brux in Westensee bis hin zur Landesstraße 255 in Emkendorf. Nur in Trentrade gibt es auf knapp 500 Metern Länge einen Radweg. Beim Kreis Rendsburg-Eckernförde hatte das Vorhaben bisher wenig Begeisterung ausgelöst, weshalb es auf der Prioritätenliste für den Radwegebau keinen Spitzenplatz errang. Ernüchtert lösten die drei Gemeinde ihre Rücklagen in Zeiten knapper Kassen wieder auf.

 Westensees Bürgermeister Adolf Dibbern (CDU) hält das Projekt mehr denn je für erforderlich. „Die Rahmenbedingungen haben sich verändert“, sagt er. Dabei zielt er nicht nur auf den Tourismus: Der neue Bahnhaltepunkt in Bredenbek eröffne auch für den Schülerverkehr in Richtung Rendsburg oder Kiel neue Möglichkeiten. Doch Eltern aus Brux und Trentrade ließen ihre Kinder nur ungern mit den Rad über die nicht ungefährliche K67 nach Bredenbek radeln. „Sie organisieren stattdessen Fahrdienste mit dem Auto“, weiß Dibbern.

 Neues Licht wirft auch die Unterbringung von Flüchtlingen im Außenbereich auf das Drei-Gemeinden-Projekt: Im Falkenhof in Brux kann das Amt Achterwehr mehr als 50 Personen unterbringen. Eine Busanbindung gibt es nicht. Eine sichere Radwegverbindung zur Bahn oder zum Einkauf in Bredenbek wäre hilfreich. Dibbern schrieb daher Anfang März erneut an den Kreis und warb für das Vorhaben. Doch Rendsburg will aus finanziellen Gründen keine neue Radwege bauen. Die Gemeinden sollen das Projekt selbst in die Hand nehmen, sind damit aber finanziell überfordert. Das sehen auch Bredenbeks Bürgermeister Bartelt Brouer (SPD) und sein Emkendorfer Amtskollege Jochen Runge (UWE) so. Hoffnung könnten jetzt nur noch Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz keimen lassen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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