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Kreis kritisiert „Landschaftsfraß“

Bordesholm Kreis kritisiert „Landschaftsfraß“

Eigentlich sollte die Erschließung des neuen Bordesholmer Neubaugebiets an der Straße am Kalbek in diesem Jahr losgehen. Der Startschuss wird sich aber vermutlich verzögern. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises in Rendsburg hat das Volumen mit 17 bis 19 Grundstücken als „Landschaftsfraß“ bezeichnet.

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19 Grundstücke sieht der maximale Investorenplan für die Bebauung des Gebiets an der Straße Am Kalbek aus. Allerdings muss der Plan reduziert werden, unter anderem da die Naturschutzbehörde die Größe als „Landschaftsfraß“ bezeichnet. . Die Planung stammt vom Büro Bock Kühle Koerner aus Kiel.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Eigentlich sollten der Bau- und der Umweltausschuss in dieser Woche über die Anregungen der Behörden und Anlieger des benachbarten Baugebiets Tegel beraten. Doch eine Empfehlung über den vom Planer Oliver Kühle vorgelegten, geänderten F-Plan von 2001 gab es nicht. Der Ingenieur Christoph Krüger (WVK Neumünster) berichtete, dass bei über der Hälfte der Grundstücke eine Regenwasserversickerung nicht möglich und daher ein Rückhaltebecken mit Entsorgung in den Kalbach notwendig sei. Daher muss Kühle seinen Plan überarbeiten. Bis zur Gemeindevertretung am 11. Oktober will er zwei neue Varianten vorlegen. Inwieweit sich die Oberflächenentwässung auf die Anzahl der Grundstücke auswirken wird, ist unklar.

 In den Behördenstellungnahmen wird von der UNB unter anderem kritisiert, dass „die Erweiterung einen Landschaftsfraß darstelle, der zu einer Ausfransung des Siedlungsgebiets führe.“ Die Gemeinde sieht das nicht so und pocht auf ihre Planungshoheit bei der Ausweisung von Bauland, das als Unterzentrum dringend benötigt wird. Jörg Niedersberg (CDU) betonte auch: „Eigentlich sollten auf dem Gelände mal ganz schnell sieben Grundstücke geschaffen werden. Man sieht, was aus schnell werden kann. Ich plädiere für die kleine Variante mit 17, obwohl das auch schon zu viel ist.“ Die meisten anderen Vertreter waren auch dieser Meinung, abgestimmt wurde aber nicht. Amtsdirektor Heinrich Lembrecht betonte auf Nachfrage, dass der städtebauliche Vertrag zwischen Gemeinde und Investor nicht unterzeichnet worden ist.

 Die Variante mit 17 Parzellen sieht eine Nettobaufläche von 11430 Quadratmetern vor. 13 bis 14 öffentliche Parkplätze sind an der 5,50 Meter breiten Straße geplant. Die Häuser, eine Einliegerwohnung ist möglich, können eine Grundfläche von 120 bis 170 Quadratmeter haben. Auf jedem Grundstück müssen zwei Stellplätze vorgesehen werden.

 Ein Spielplatz oder eine Kommunikationsfläche ist im Gebiet nicht vorgesehen. Ein Anlieger hatte nachgefragt. „Wir bürden dem Investor, jetzt mit dem Becken, immer mehr auf. Wir müssen schon gucken, dass es noch wirtschaftlich bleibt.“

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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