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Kreis stellt sich bei der Kreuzung quer

Kronshagen Kreis stellt sich bei der Kreuzung quer

Zwei Jahre lang wurde in Kronshagen diskutiert und entwickelt – jetzt sind aber offenbar die Pläne für eine fahrradfreundliche Umgestaltung der Kreuzung Eckernförder Straße/Kopperpahler Allee/Johann-Fleck-Straße Makulatur. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde lehnt plötzlich Veränderungen an der Kreisstraße ab.

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Die Kreuzung Kopperpahler Allee/Eckernförder Straße in Kronshagen sollte für Radler sicherer werden und Buscaps erhalten.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Bereits im vergangenen Monat gab es im Verkehrsausschuss eine böse Überraschung. Ein Planungsbüro hatte für die Umgestaltung sowie die Anlage von zwei barrierefreien Haltestellen, sogenannten Buscaps, rund 280000 Euro kalkuliert. Im defizitären Haushalt 2016 ist dafür aber nur die Hälfte vorgesehen.

 Geplant war, die jetzigen Verschwenkungen der Radwege an den Kreuzungspunkten aufzuheben und die Wege durch eine Begradigung sicherer zu machen. Dafür hätten auch neue Markierungen auf der Fahrbahn aufgebracht werden müssen. Anfang des Monats ging im Rathaus jedoch eine Mitteilung des Kreises Rendsburg-Eckernförde ein. Danach sieht die Behörde gar keinen Bedarf, die Kreuzung zu verändern. Die vorhandenen Markierungen waren erst im vergangenen Jahr erneuert worden. Auch die Polizei erkennt keine Notwendigkeit: Die Kreuzung stelle keinen Unfallschwerpunkt dar. Johannes Reimann (SPD) schäumte: „Das ist extrem ärgerlich, dass da zum Schluss diese Stellungnahme des Kreises kommt.“ Die Schuldfrage blieb im Ausschuss ungeklärt. Auf Nachfrage bezifferte die Verwaltung die Höhe der aufgelaufenen Planungskosten auf 8000 Euro.

 Doch nicht nur für die Radler gibt es Unerfreuliches: Auch die Buskunden müssen sich gedulden. Die Gemeinde wollte zusammen mit der Umgestaltung zwei Bushaltestellen höhengleich umrüsten – Kostenpunkt: 115000 Euro. Doch dafür ist offenbar gar nicht die Gemeinde, sondern der Kreis zuständig. Die Verwaltung verweist auf ein Rechtsgutachten der Rendsburger Behörde, wonach für den Ausbau der jeweilige Straßenbaulastträger zuständig sei. Dieses Gutachten wird allerdings derzeit noch einmal von der Rechtsabteilung des Kreises abgeklopft. Das Problem: Ist der Kreis tatsächlich zuständig und beginnt die Gemeinde jetzt mit dem Bau der Buscaps, muss sie die Zeche selbst zahlen. Wann jedoch der Kreis die Umrüstung der beiden Haltestellen anpacken würde, steht in den Sternen. Er müsste für seine 600 Haltestellen zunächst eine Prioritätenliste erstellen. Bis 2022 hat er noch Zeit: Erst dann müssen alle barrierefrei sein.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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