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Zulassungsstellen auf dem Prüfstand

Entscheidung im Mai Zulassungsstellen auf dem Prüfstand

Der Kreis lässt die Außenstellen der Zulassungsstelle auf Wirtschaftlichkeit prüfen. Dafür stimmte der Hauptausschuss des Kreises in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig. Im Mai soll eine endgültige Entscheidung fallen.

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Gibt es die Zulassung von Fahrzeugen bald nur noch in Rendsburg? Der Kreis lässt die Wirtschaftlichkeit der dezentralen Struktur prüfen.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Die vorgeschlagene Auflösung der Außenstellen stimme ihn sehr besorgt, sagte Carlo Ehrich, Bürgermeister der Gemeinde Altenholz, in der Sitzung am Donnerstag. Der Hauptausschuss hatte Ehrich als Bürgermeister einer der betroffenen Gemeinden die Möglichkeit gegeben, vor der Entscheidung Stellung zu beziehen. Die landesweiten Vergleichswerte seien schlecht, stimmte Ehrich zu, allerdings seien die Auswertung schlecht vergleichbar. Bei der Entscheidung ginge es in Altenholz um Arbeitsplätze von sechs Kollegen. Die Einsparungen durch eine Kündigung der Zulassungsstellen seien eher gering. Für ihn stehe die Bürgerfreundlichkeit im Vordergrund, meinte der Bürgermeister. Er erwarte ein klares Signal aus dem Hauptausschuss.

 Doch eine Entscheidung wurde erst einmal verschoben. Es soll bis zur Sitzung des Hauptausschusses im Mai ein Konzept erstellt werden, das die wirtschaftlichen Aspekte der dezentralen Struktur beleuchtet. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde unterhält neben seiner Zulassungs-Hauptstelle in Rendsburg noch drei Außenstellen, neben Altenholz noch in Eckernförde und Hohenwestedt. Kein anderer Landkreis hat so viele Dependancen. Im landesweiten Leistungsvergleich ist Rendsburg-Eckernförde auf dem letzten Platz. Um Kosten zu sparen, könnten die Außenstellen geschlossen werden.

 Die Überprüfung bedeute nicht, dass alles dicht gemacht werde, sagte Ausschussmitglied Kai Dolgner (SPD). Warum solle der Ausschuss nicht ein halbes Jahr auf einen Erkenntnisgewinn warten, um eine Entscheidung zu fällen? Es gebe noch zu viele ungeklärte Aspekte bei dem Thema.

 So müssten beispielsweise die Gründe erörtert werden, warum es 30 bis 40 Prozent weniger Fahrzeuganmeldungen pro Arbeitsstelle im Landesvergleich gebe, meinte Dolgner weiter, das sei eine gewaltige Differenz. Liege es an der dezentralen Struktur oder gebe es dafür andere Gründe?

 Auch soll die Frage geklärt werden, wie sich die Zulassung von Autos im Internet auswirke, forderte Manfred Christiansen (CDU). Wenn es dort einen guten Zuspruch gebe, erledigten sich einige der angesprochenen Probleme von selbst.

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