25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Schulterschluss in der kommunalen Familie

Kreisgemeindetag Schulterschluss in der kommunalen Familie

Den Schulterschluss zwischen Kreis Rendsburg-Eckernförde und seinen Gemeinden demonstrierten Landrat Rolf-Oliver Schwemer und Hans Kaack, Vorsitzender beim Kreisgemeindetag, am Mittwochabend in Hanerau-Hademarschen. Der Kreisgemeindetag traf sich zur Mitgliederversammlung.

Voriger Artikel
Trauer um Peter Baasch
Nächster Artikel
Vermitteln die Geländer Sicherheit?

 Rolf-Oliver Schwemer, Landrat im Kreis Rendsburg-Eckernförde, und Jörg Bülow, Geschäftsführer beim Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag, bei dem Treffen in Hanerau-Hademarschen.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Hanerau-Hademarschen. Einmal im Jahr trifft sich die sogenannte kommunale Familie aus Rendsburg-Eckernförde zur Mitgliederversammlung. Diesmal reisten die Bürgermeister und Verwaltungsbeamten nach Hanerau-Hademarschen in die Südwest-Spitze des Kreises. Sichtlich wohl fühlt sich Rolf-Oliver Schwemer in der Runde. Für Landräte waren die Treffen nicht immer harmonische Heimspiele.

So betonte Schwemer, dass Kreis und Gemeinden „gemeinsame Sichtweisen“ bei ihren Finanzbeziehungen haben. Der Kreis wolle das Geld in den Orten lassen, statt sie durch eine höhere Kreisumlage zu belasten. Das bedeute auch, dass der Kreis nur sparsam Vorhaben der Gemeinden fördern könne. „Das ist unsere gemeinsame Sichtweise.“ Der Kreis kassiert von seinen Städten und Gemeinden eine Umlage von 31 Prozent, bezogen auf deren Finanzkraft. Diese Abgabe ist die niedrigste im Lande. So soll das auch bleiben, deutete Schwemer an. Eine solche Kontinuität sei wichtig für die Gemeinden.

„Die niedrigste Kreisumlage ist ein Wert an sich“, sagte Hans Kaack. Es sei gut, mit dem Kreis einen verlässlichen Partner an seiner Seite zu haben.

Schwemer betonte aber auch, dass finanzielle Lasten auf den Kreis zukommen. Er nannte die hohe Zahl von Flüchtlingen und das Sanierungsprogramm für Kreisstraßen.

Rund 4 Millionen Euro müsse der Kreis dieses Jahr voraussichtlich für Sozialleistungen für Flüchtlinge ausgeben, sagte der Landrat. Es gehe dabei unter anderem um Beihilfen für Wohnungen und den Lebensunterhalt der Menschen. Im vergangenen Jahr haben die Ausgaben demgegenüber knapp 1,9 Millionen Euro betragen, sagte Schwemer am Rand des Treffens. Der Kreis erwarte dieses Jahr 1800 bis 2000 Flüchtlinge, im vergangenen Jahr seien es rund 800 gewesen. „Die Aufgabe wird uns die nächsten Jahre begleiten.“ Er reche wegen anhaltender Konflikte in der Welt mit steigenden Zahlen, sagte der Landrat  in Hanerau-Hademarschen.

Schwemer unterstrich erneut die Bedeutung des Sanierungsprogramms für die Kreisstraßen. In den kommenden zehn Jahren gebe der Kreis Geld aus „in einer Höhe, wie wir das nie zuvor gemacht haben“. Ein Drittel der Kreisstraßen werde mit diesem 37-Millionen-Programm saniert.

Im Gegensatz zu ursprünglichen Plänen werde die Kreisstraße 30 zwischen Schülldorf und Haßmoor sowie die K 85 zwischen Beringstedt und der Kreisgrenze dieses Jahr nicht saniert, weil sich das Land aus der Mitfinanzierung zurückgezogen habe. Der Kreis wolle weiter mit dem Land verhandeln, damit die Arbeiten im kommenden Jahr erledigt werden könnten. Notfalls werde der Kreis die beiden Abschnitte alleine sanieren, kündigte Schwemer an.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3