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Vor dem Zusammenbau

Ältester Kran im Kreishafen Vor dem Zusammenbau

Die Großsanierung des ältesten Krans im Kreishafen in Rendsburg ist fast fertig. Die Montage des in sechs große Teile zerlegten Auslegers beginnt. Anfang kommender Woche soll der Kran wieder einsatzbereit sein. Sein Ausfall führte nicht zu Verlusten beim Umschlag, denn es gab Nachtschichten.

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 Auch dieser Steuerungkasten am Ausleger wurde erneuert, sagt Hafen-Betriebsleiter Dieter Daxenberger.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Der blau-rote Kran ist 40 Jahre alt und damit der älteste von vier Kränen im Kreishafen am Nordufer des Kanals. Die 156 Tonnen schwere Maschine kann bis zu 18 Tonnen heben. In ihr arbeiten sechs Motoren. Aus zehn Meter tiefen Laderäumen kann der Kran Splitt und Dünger heben. Die Spitze des Auslegers reicht bis in eine Höhe von 30 Metern. Zuletzt ließ die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) als Betreiberin des Hafens den Kran vor 20 Jahren von Grund auf sanieren und neu lackieren. Aber noch nie ließ sie den Ausleger abbauen und zerlegen. Die Arbeiten begannen Ende Juli.

Diesmal war es soweit. Koppelstange, Zuglenker, Steuerungsteil, Auslegerspitze, Verbindungsstangen: Insgesamt sechs tonnenschwere Teile des Auslegers liegen an diesem Montag noch zerlegt neben dem Rumpf des Krans. Hinterm Zaun des Kreishafens parkt schon ein mobiler Kran. Dieser soll an diesem Dienstag mit der Montage der Teile beginnen. Ab Mittwoch soll ein zweiter Kran assistieren.

Dieter Daxenberger, der Betriebsleiter des Kreishafens hat ein festes Ziel vor Augen: Zum Wochenende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Es dauert unter anderem deswegen so lang, weil immer wieder durch Funktionsprüfungen nötig seien. „Das einzige, was dazwischen kommen kann, ist das Wetter.“ Es sieht gut aus. Bei Beginn der Arbeiten war das anders. Zu viel Regen. Etwa eine Woche habe das gekostet, sagen Daxenberger und Kai Lass, der Prokurist der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Der Betriebsleiter ist zufrieden mit der Großsanierung: „Der Kran ist jetzt in Schuss wie ein Jahreswagen.“ Gut 100000 Euro müsse die Wirtschaftsförderungsgesellschaft zahlen, erklärt Lass. Genauer will er es nicht sagen, um die Verhandlungsposition für die Sanierung der nächsten Kräne nicht zu verschlechtern. Auf den Schienen am Kai stehen nämlich zwei weitere baugleiche Kräne, die die Firma Kocks aus Bremen in den Jahren 1978 und 1981 geliefert hat. Sie sind in den kommenden beiden Jahren dran.

Wertvolle Erkenntnisse für die dann fälligen Arbeiten haben Lass und Daxenberger in den letzten Wochen gewonnen. Sie müssen damit rechnen, dass Bolzen so zerschlissen sind, dass sie heraus gebrannt und neu angefertigt werden müssen. Bei vier von zwölf Teilen war das so. Das kostet Zeit. Die Farbe auf dem Kran war so angegriffen, dass sie mit Ultrahochdruck abwaschbar ist und nicht weggeschliffen werden muss. Das spart Zeit.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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