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Steckel verlässt die Grünen

Kreistag Rendsburg-Eckernförde Steckel verlässt die Grünen

Paukenschlag bei Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag von Rendsburg-Eckernförde: Der ehemalige Kreisvorsitzende Raoul Steckel hat seinen Fraktionsaustritt erklärt. Jetzt will er in die CDU.

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Raoul Steckel.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Rösener greift Steckel scharf an: „Der feine, saubere Schnitt wäre logischerweise die Abgabe des Mandats gewesen.“ Denn der Altenholzer sei im Wahlkampf als Vertreter der Grünen aufgetreten. Es gebe aber keine rechtliche Möglichkeit, Steckel zur Abgabe des Kreistagssitzes zu zwingen. Er erwarte, dass der Kreisverband nun „vehement fordern wird, dass er das Mandat niederlegen wird“. Das müsse der Kreisverband tun.

Völlig unerwartet kommt der Schritt nicht. Steckel hatte Ende 2014 im Kreistag gegen die Stadtregionalbahn gestimmt und so scharfe Kritik und Rücktrittsforderungen aus Ortsverbänden ausgelöst. Der Kreis stieg mit Steckels Stimme aus dem von Grünen und SPD favorisierten Projekt aus, Steckels Nein war dabei aber nicht entscheidend.

Nach der SRB-Abstimmung habe es weiterhin persönliche Angriffe gegen ihn gegeben, sagte Steckel. So sei er zusammen mit anderen Kritikern bei einem Treffen des Plöner Kreisverbands als Verräter beschimpft worden. Daneben habe es im vergangenen Jahr in der Grünen-Fraktion Streit auch um die Geld für die Naturparke und Tierschutz gegeben. Am Ende sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Teilen der Fraktion nicht mehr möglich gewesen. „Es reicht irgendwann.“

Steckel ist jetzt fraktionslos. Nach Informationen dieser Zeitung will er sich der CDU anschließen. Diese ist nicht abgeneigt. „Es laufen Gespräche“, erklärte der Altenholzer am Dienstag.

Nach der SRB-Abstimmung hatte der Altenholzer den Kreisvorsitz der Grünen niedergelegt. Ende Juni ist er auch aus der Partei ausgetreten. Danach habe es ausführliche Gespräche mit dem Altenholzer gegeben, sagt der Fraktionsvorsitzende Rösener. Ein Austritt aus der Fraktion sei dabei nicht Thema gewesen. „Das war dann seine Entscheidung, die mich ein Stück weit überrascht hat.“ Die Grünen haben im 49-köpfigen Kreistag jetzt noch fünf Sitze.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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