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Fiktives Dorf mit echten Räubern

Lesung in Bordesholm Fiktives Dorf mit echten Räubern

Der Krimi-Autor Krischan Koch eröffnete mit seinem Buch „Rollmops Kommando“ die alljährliche Lesungsreihe in der Bücherei Bordesholm. 60 Krimi-Fans kamen zur Lesung des dritten Bands der Reihe um das fiktive nordfriesische Dorf Fredenbüll. Nicht fiktiv sind allerdings die realen Räuber, die in die Handlung eingebunden sind.

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Krimi-Autor Krischan Koch stimmte sich mit Büchereileiterin Kirsten Lange über den Ablauf seiner Lesung ab.

Quelle: Karsten Leng

Bordesholm. Den Reigen der Lesungen in der Bordesholmer Bücherei eröffnete jetzt Krimi-Autor und Filmkritiker Krischan Koch. Immer zum Anfang eines Jahres lädt das Bücherei-Team einen Krimi-Autor zu einer Lesung ein.

 „Wir haben uns ein Jahr lang darauf gefreut. Endlich ist es soweit, und Krischan Koch ist hier.“ Bücherei-Leiterin Kirsten Lange war die Vorfreude deutlich ins Gesicht geschrieben, als sie am Mittwoch den Autor vor den rund 60 Krimi-Fans in der Bücherei begrüßte. Der bekannte Filmkritiker hatte sein Buch Rollmops Kommando dabei, um es den Gästen vorzustellen.

 Dies sei der dritte Band seiner Krimi-Reihe, die in dem erfundenen nordfriesischen Dorf Fredenbüll spiele, eröffnete Koch die Lesung. Polizeiobermeister Thies Detlefsen muss darin einen lustig-abstrusen Überfall einer dreiköpfigen Bankräuberbande auf eine Raiffeisenbank im Nachbardorf Schlütthorn aufklären, bei dem es eine Tote gibt und Oma Ahlbeck als Geisel genommen wird. Die Täter flüchten nach Fredenbüll, kommen aber nicht weit. Der große Showdown findet ausgerechnet im dortigen Lebensmittelmarkt statt.

 Bei der Lesung verlieh Koch allen im Roman auftauchenden Personen eine eigene charakteristische Stimme. „Das klingt wie ein perfektes Hörbuch“, lobte eine Zuschauerin die Lesekunst des Autors. Nebenbei erfuhren die Hörer auch einiges über die Arbeitsweise des Autors. Er habe im ersten Buch der Reihe ohne Verbindung zur Handlung ein Fahndungsplakat einer Bankräuberbande, das in der Polizeiwache hängt, eingefügt, berichtete Koch. Seine Lektorin habe ihn damals gefragt, ob das sinnvoll sei. „Lass’ es drin, habe ich gebeten“, sagte Koch. Und das sei gut so gewesen, denn in seinem Buch Rollmops Kommando komme nun genau diese Bande zum Einsatz.

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