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RD-ECK: Historischer Tiefstand bei Straftaten

Interaktive Kreis-Kriminalstatistik RD-ECK: Historischer Tiefstand bei Straftaten

Die Kriminalitätsrate im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist 2015 erneut zurückgegangen. Die Zahlen stellten Beamte der Polizeidirektion am Freitagnachmittag in Rendsburg vor. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 12,3 Prozent weniger Straftaten registriert als 2014. Es ist der niedrigste Stand seit über 30 Jahren.

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Einbrecher knacken häufig mit Hilfe eines stabilen Schraubenziehers geschlossene Fenster, um in Wohnungen und Häuser einzusteigen.

Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa

Rendsburg. „Die rückläufige Tendenz freut uns sehr“, sagte Bernd Lohse, Leiter der Polizeidirektion mit Sitz in Neumünster. Die Kriminalität im Kreis sei antizyklisch. Mit einem Rückgang von 15047 angezeigte Straftaten innerhalb eines Jahres auf 13195 Fälle sei so nicht zu rechnen gewesen, meint der Behördenleiter. Die Aufklärungsquote ist mit 52,1 Prozent leicht gestiegen. Insgesamt wurden von den 13195 Fällen 6864 aufgeklärt. In Schleswig-Holstein blieb die Kriminalitätsrate etwa auf dem Vorjahresniveau.

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Besonders unerfreulich sei ein Anstieg der Raubdelikte im Kreisgebiet um 16,1 Prozent, meint Erhard Böttcher, Rendsburgs Kripochef. Hierbei habe es sich allerdings in den meisten Fällen nicht um schwere Taten, sondern um den Raub auf der Straße gehandelt. Als Beispiel nannte der Kripochef den klassischen Fall, bei dem ein Täter dem Opfer eine Handtasche entreißt.

Auch bei den Einbruchsdelikten sind die Zahlen im Vergleich zur landesweiten Entwicklung rückläufig, erläuterte Böttcher. Allerdings war ein deutlicher Anstieg in den Kieler Umlandgemeinden sowie in Bordesholm zu verzeichnen, sagte der Kripoleiter. Seit Anfang des Jahres zwei Banden gefasst worden sind, seien aber auch in diesem Bereich die Zahlen stark rückläufig. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 675 Taten angezeigt worden, bei denen es bei der Hälfte bei Versuchen blieb.

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Die Aufklärungsquote bei den Einbruchsdelikten sei mit 11,3 Prozent noch zu niedrig, sagt Direktionsleiter Bernd Lohse. 28 neue Spezialisten für Spurensicherung in Schleswig-Holstein sollen zukünftig die Beamten unterstützen und so die Aufklärungsquote erhöhen. Ein weiteres Problem sei das zunehmend professionelle Verhalten der Täter. Häufig sei es so, dass die Polizei eine Gruppe Verdächtiger ermittle, diese aber alles abstreiten, erläutert Lohse. Jedes einzelne Delikt einer Serie müsse dann bewiesen werden. Auch wenn alles darauf hindeute, dass es sich um diese Täter handle.

Die Zahl der Sexual- sowie Rohheitsdelikte und Diebstähle ist im letzten Jahr weiter zurückgegangen, sagt Bernd Lohse. Auch bei Vermögens- und Fälschungsdelikten ist ein starker Rückgang um 32,2 Prozent erkennbar. Das hänge mit einem Großverfahren im Bereich des Leistungskreditbetrugs zusammen, das 2014 aufgeklärt werden konnte. Rund 900 Fälle von Internetbetrug hingen damit zusammen, wergänzt Andreas Tix, Stationsleiter in Rendsburg.

2015 kam es im Kreis zu einer vorsätzlichen Tötung sowie einer versuchten vorsätzlichen Tötung. In einem Fall brachte ein 42-jähriger Tatverdächtiger aus Mecklenburg-Vorpommern eine 59-Jährige Büdelsdorferin um, betonierte sie im Garten ein und beging danach Selbstmord. Im zweiten Fall versuchte ein Sohn, seine Mutter umzubringen und verletzte diese schwer.

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Im nördlichen Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr etwas mehr Straftaten begangen worden als 2014. Mit insgesamt 29 487 stieg die Zahl im Raum Flensburg sowie den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland um knapp 1,5 Prozent, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Kriminalstatistik für die Polizeidirektion Flensburg hervorgeht.

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