22 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Flüchtlinge ziehen ins Kirchenzentrum

Kronshagen Flüchtlinge ziehen ins Kirchenzentrum

Nun können offenbar doch Flüchtlinge im kirchlichen Gemeindezentrum in Kronshagen untergebracht werden. Nach Angaben von Bürgermeister Uwe Meister ist die Christusgemeinde bereit, die freien Wohnungen in dem zum Abriss bestimmten Anbau für drei Jahre zu vermieten. Probleme gibt es dagegen mit der geplanten Unterkunft in der Bürgermeister-Drews-Straße 95.

Voriger Artikel
Keine Miete dafür aber Stallarbeit
Nächster Artikel
Vor der Umleitung

Flüchtlinge können jetzt doch im kirchlichen Gemeindezentrum in Kronshagen untergebracht werden - für maximal drei Jahre.

Quelle: TM

Kronshagen. Eckhard Schekkor, stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderates, bestätigte die Entscheidung des Gremiums am Dienstag auf Nachfrage: „Der Druck war stärker.“ Die Kirche habe der Gemeinde aber den gleichen Mietvertrag, der zuvor abgelehnt worden war, noch einmal vorgelegt. Er sieht eine Nutzung der Wohnungen für etwa zehn Menschen zu ortsüblicher Miete bis Mai 2018 vor. Die Pflicht zur Sanierung bleibt für die Gemeinde bestehen.

 Ein Architekt hatte die Räume im Auftrag der Gemeinde begutachtet und von der Nutzung wegen unkalkulierbarer Kosten abgeraten. Bürgermeister Meister will dennoch das Risiko eingehen, im Sanierungsfall den Mietvertrag kurzfristig zu kündigen und eine neue Unterkunft für die Bewohner suchen zu müssen. „Ich habe keine andere Wahl. Ich muss die Leute unterbringen“, sagte Meister.

 Der geplante Abriss des erst 23 Jahre alten Anbaus, der seinerzeit gut eine Million Euro gekostet hatte, aber bereits stark sanierungsbedürftig ist, war in Kronshagen auf Kritik gestoßen. Die Christusgemeinde hält an den Plänen zur Verkleinerung ihres Zentrums fest, muss bei einem Baustopp aber den Zeitplan bis 2018 verlängern. „Sonst hätten wir mit dem Rückbau bereits im kommenden Jahr begonnen“, erläuterte Schekorr, der noch keine Nachricht aus dem Rathaus erhalten hat. Die Dachreparatur im Altbau packt die Kirche aber bereits in diesem Sommer an.

 Vor einem Rückschlag steht die Gemeinde in der Bürgermeister-Drews-Straße 95. Anwohner hatten im März Front gegen den Bau einer zweigeschossigen Unterkunft für 24 Bewohner gemacht und planungsrechtliche Bedenken vorgebracht. Der Gemeinde liegt allerdings ein positiver Bauvorbescheid durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde vor. Ein lediglich eingeschossiger Massivbau für zwölf Personen (Kosten: 600000 Euro) wäre im Vergleich zu einem zweigeschossigen (900000 Euro) wesentlich teurer. Eine zeitlich befristete Nutzung mit Containern wurde für 20 Menschen 780000 und für zehn 435000 Euro kosten. Eine Entscheidung über Standorte soll, wie berichtet, im Haupt- und Finanzausschuss am 5. Mai fallen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige