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Ampeln müssen hörbar werden

Ortszentrum Kronshagen Ampeln müssen hörbar werden

Die Ampeln an zwei wichtigen Kreuzungen in Kronshagen sind für blinde und sehbehinderte Menschen nicht optimal ausgestattet. Es gibt zwar einen Vibrationsalarm, der die Grünphase anzeigt, aber das Auffinden der Ampeln sei schwierig. Das erklärte Renate Reupke im Verkehrsausschuss.

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Das Ampelsignal fühlbar machen: Schon jetzt signalisiert der Vibrationsalarm Sehbehinderten die Grünphase, wenn sie ihre Hand drauflegen.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Die sehbehinderte 70-Jährige unterstützt zwei blinde Flüchtlinge, die in Kronshagen leben. Vor allem die beiden wichtigen Ampelkreuzungen Kieler Straße/Ecke Kopperpahler Allee direkt im Ortskern und Kopperpahler Allee/Ecke Eichkoppelweg beim Bürgerhaus seien problematisch.

Man könne zwar durch den Vibrationsschalter fühlen, wann die Ampel Grün ist, dafür müsse man sie aber erst finden, so Reupke. Schwierig sei auch die räumliche Situation vor der Fleischerei Seemann. Die Treppe rage so weit in den Fußweg, dass zum Orientieren kaum Platz bleibe. „Wenn dort Menschen stehen, die auf Grün warten oder Fahrräder am Zaun abgestellt sind, dann ist man als Blinder fast chancenlos.“

Außerdem sei es schwierig, die freistehende Ampeln zu finden. „An solchen hochfrequentierten Kreuzungen müssten die Ampeln zumindest mit einer akustischen Signalisierung ausgestattet werden“, sagte Reupke. Der Ton ermögliche es, die Ampel nach Gehör zu finden.

Zusätzlich sollte die Gemeinde an den wichtigen Kreuzungen ein Leitsystem für Blinde installieren, regte sie an. Das und eine Überplanung der räumlichen Enge bei der Hauptkreuzung am Ortskern könne mit der gesamten Ortskernplanung erledigt werden. Die dringende akustische Umrüstung der Ampeln sollte dagegen kurzfristig erfolgen, bat Reupke den Ausschuss. Dieser will sich mit dem Thema auf einer seiner kommenden Sitzungen befassen.

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