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Paradiesischer Park als Traumschulhof

Kronshagen Paradiesischer Park als Traumschulhof

Deutschlands schönster Schulhof ist in Kronshagen. Beim Wettbewerb „Schulhof der Zukunft 2015“ von der Stiftung Lebendige Stadt und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gewannen die Eichendorffschule und neun weitere Schulen aus dem Bundesgebiet.

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Die ehemalige Schulleiterin Renate Graetsch hat das Projekt ins Leben gerufen.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Bei der Jury war der Kronshagener Schulhof klarer Favorit unter den insgesamt 536 Bewerbern.

 „Das ist ein Megatraumschulhof, der eigentlich ein paradiesischer Park ist“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig am Sonnabend den weit über hundert Eltern, Schülern und Lehrern, die den Tag auch nutzten, um den Schulhof zu pflegen. „Schulhöfe müssen keine langweiligen Betonwüsten sein, das wurde hier eindrucksvoll bewiesen.“ Dass seit dem Spatenstich vor acht Jahren Eltern, Schüler und Lehrer mit anpacken, sei beeindruckend und ein Engagement, das in vielen gesellschaftlichen Bereichen gebraucht werde, so Albig. „4000 ehrenamtliche Arbeitsstunden sind seit dem investiert worden, da ist es kein Wunder, dass der Schulhof am Ende bundesweit die meisten Stimmen bekommen hat.“

 „Viele Schulhöfe gleichen heute noch Parkplätzen“, sagte Silke Wissel, Jurymitglied und Projektmanagerin der DUH bei der Preisverleihung. „Mit dem Wettbewerb wollen wir positive Beispiele finden und zeigen, dass es Schulhöfe gibt, auf denen sich Kinder richtig wohlfühlen.“ 2000 Euro gab es zur Urkunde und einem großen Plexiglasschild als Preisgeld obenauf. „Mit dem Geld werden wir den Klettergarten erweitern und ein Tanzprojekt fördern“, verriet Timm Erhardt, Fördervereinsvorsitzender.

Der schönste Schulhof von Deutschland liegt in Kronshagen: Der erhielt jetzt eine Auszeichnung.

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 Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury sei es gewesen, dass in Kronshagen nicht einfach nur ein Konzept umgesetzt wurde, sondern von Anbeginn an alle daran beteiligt wurden und bis heute sich auch alle dafür verantwortlich fühlen und mitmachen, wenn es um die Pflege geht, sagte Wissel.

 „Es ist ein Nie-Fertig-Konzept, das immer im Wandel ist“, erklärte Landschaftsgärtnermeister Christoph Simonis. Gemeinsam mit der ehemaligen Schulleiterin Renate Graetsch hatte er die Idee entwickelt, aus einem riesen Haufen Schutt und Erde, der vom Umbau der Schule übrig blieb, einen einmaligen Schulhof zu schaffen. „Damals haben mich alle für total bescheuert erklärt“, erinnerte sich Graetsch. Heute sei jeder Stolz auf das Ergebnis. Eine Investition von rund 50000 Euro und jede Menge ehrenamtliches Engagement hätten die Umsetzung möglich gemacht.

 Die Einbindung von Schülern und Eltern hat nach wie vor Vorteile. „Irgendwie fühlt sich jeder verantwortlich für den Schulhof, deshalb wird damit auch sehr sorgsam umgegangen“, sagte Schulleiter Stefan Ziervogel. Vandalismus sei an der Schule ein Fremdwort. Zweimal im Jahr packen noch immer gut hundert Freiwillige mit an, wenn es darum geht, neue Beete anzulegen, Büsche und Obstbäume zu schneiden oder auch ganz neue Ideen umzusetzen. Auch als zusätzliches Klassenzimmer dient der Schulhof, auf dem sich nach Herzenslust toben lässt.

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