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Die ersten Container stehen

Flüchtlingsheim Tegelkuhle Die ersten Container stehen

Das neue Flüchtlingsheim in der Tegelkuhle nimmt erste Formen an. Am Montag erreichten die ersten 16 Wohncontainer die Baustelle in Kronshagen und wurden auf der frisch gegossenen Betonplatte platziert. Lange hatte sich die Gemeinde gegen eine Unterbringung in Containern ausgesprochen.

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Michael Schröder und Mike Hänel brauchen viel Kraft und große Brecheisen, um die Container – hier das Treppenhaus – passgenau auf der Bodenplatte zu platzieren.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Doch die steigende Zahl der Flüchtlinge erhöht den Zeitdruck und deshalb blieb für die Verantwortlichen in der Gemeinde am Ende nur diese Lösung. Auf acht Sattelschleppern rollten die Container, die in Mirow (Mecklenburgische Seenplatte) gebaut wurden, am Vormittag an. Mit Verspätung, denn die Lkw standen drei Stunden im Stau. „Jetzt müssen wir einen Schlag reinhauen“, sagte Michael Schröder, während schon der nächste weiße Container am Kran einschwebte. Ob Treppenhaus, Schlafraum, Sanitäranlage, Dusche oder Küche, von außen unterscheiden sich die Räume nur minimal. Ein Plan verrät, wo welcher Container platziert werden muss, damit am Ende alles passt. Und damit die 60 Flüchtlinge, die hier ab 2016 untergebracht werden sollen, ein Zuhause finden.

 Augenmaß und Kraft, das ist es, was beim Bau des Hauses zählt. Bis auf den Millimeter genau muss der Kranfahrer die zweieinhalb bis drei Tonnen schweren Container platzieren. Noch am Kranhaken schwebend werden sie per Hand ausgerichtet. Jeder von ihnen steht am Ende auf kleinen Metallplatten. „Zwischen die Container kleben wir Dichtungsband, das sich mit der Zeit ausdehnt“, erklärte Schröder. Wichtig sei, dass die unteren Ecken genau zusammenstehen. Oben würden sie vor dem Zusammenschweißen später noch per Seilzug ausgerichtet.

 Ein Stockwerk des zweigeschossigen Hauses, das am Ende noch ein Dach bekommt, entsteht aus 36 Containern. Neben einem Büro und einem Technikraum gibt es im Erdgeschoss zwei Küchen, zwei Toilettenräume sowie zwei Duschräume, einen großen Aufenthaltsraum sowie 17 Wohnräume, in denen jeweils zwei Menschen wohnen sollen.

 Am kommenden Montag sollen die letzten Container für das Erdgeschoss Kronshagen erreichen. Nach den Schweißarbeiten sollen im Dezember Stockwerk Nummer zwei und das Dach folgen. Bis Mitte Januar will die Firma Starsower Systemtechnik aus Mirow, die die Container samt Ausstattung konstruiert hat, den kompletten Bau mit allen Anschlüssen fertiggestellt haben. Dann sollen auch schon die ersten Flüchtlinge einziehen.

 „Rund 320000 Euro hat die Gemeinde für den Bau der Bodenplatte, die Einrichtung der Anschlüsse sowie die Montage der Container investiert“, sagte Bernhard Rühl, stellvertretender Leiter des Bauamtes. Die Container würden von der Firma Friedrich Niemann gemietet. Knapp 17700 Euro müsse dafür monatlich bezahlt werden. Sollte das Haus nicht mehr benötigt werden, so könne es auf Kosten der Gemeinde ebenso schnell, wie es aufgebaut wurde, auch wieder demontiert werden.

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