21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Flüchtlings-Unterkunft in Aldi-Immobilie

Kronshagen Flüchtlings-Unterkunft in Aldi-Immobilie

„Diese Immobilie ist verkauft.“ Der neue Hinweis prangt am ehemaligen Aldi-Markt in der Johann-Fleck-Straße 1 in Kronshagen. Bürgermeister Uwe Meister bestätigte am Donnerstagabend im Bauausschuss auf Nachfrage: „Ja, die Gemeinde hat sie gekauft.“ Das 2000 Quadratmeter große Grundstück gehört zu den möglichen Standorten für die Unterbringung von Flüchtlingen.

Voriger Artikel
Er hat Spuren hinterlassen
Nächster Artikel
Vor dem Start in die Saison

Die Gemeinde hat das ehemalige Aldi-Grundstück in der Johann-Fleck-Straße 1 gekauft. Dort sollen 25 bis 30 Sozialwohnungen errichtet werden, in denen auch Flüchtlinge untergebracht werden könnten.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Über den Kaufpreis machte der Bürgermeister keine Angaben. Der Erwerb ist Teil einer umfangreichen Flächenrekrutierung, nachdem der Kreis Rendsburg-Eckernförde die Aufnahmequote für dieses Jahr von 45 auf 86 Menschen angehoben hat. Am Dienstag, 5. Mai, will die Verwaltung in gemeinsamer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit dem Sozialausschuss einen umfangreichen Standortkatalog für die dezentrale Unterbringung präsentieren.

 Weil daran intern noch intensiv gearbeitet wird, ist die Vorlage derzeit Verschlusssache. Dennoch sind zahlreiche mögliche Standorte bereits bekannt. Aufgabe der Ausschüsse wird es sein, eine Prioritätenliste zu erarbeiten. Auf dem Prüfstand wird auch das bisherige Grundprinzip stehen, Asylsuchende nur in festen Unterkünften und nicht in Containern unterzubringen.

 Der Bauausschuss machte am Donnerstag den Weg für den Bau einer temporären Unterkunft im geplanten Gewerbegebiet Ottendorfer Weg frei. Die Nutzung für soziale Zwecke ist durch eine gesetzliche Änderung möglich geworden. Die Ansiedlung von Gewerbe soll weiterhin möglich bleiben. Renate Graetsch (UKW) forderte, zeitnah eine Anwohnerversammlung einzuberufen.

 Auch im Wohngebiet Hühnerland soll eine Unterbringungsmöglichkeit geschaffen werden. Das ehemalige sogenannte Winklerhaus im Güstrower Weg 1 steht seit vielen Jahren leer. Die Gemeinde will auf dem Grundstück zweigeschossigen Wohnungsbau mit Staffelgeschoss und maximal zehn Wohneinheiten ermöglichen. Sechs Einheiten sollen öffentlich gefördert errichtet werden. Einstimmig beschloss der Ausschuss die Änderung des Bebauungsplanes 35. Holger Tewes und Ekkehard Schwarzkopf (beide CDU) enthielten sich, weil ihnen die Zuordnung von einem Stellplatz zu jeweils einer Wohnung zu gering erschien. Vorsitzender Robert Schall (SPD) räumte ein, dass zehn nicht gerade der Lebenswirklichkeit entsprächen, aber wenn ein Investor das Vorhaben anpacken solle, müsse es auch wirtschaftlich sein. Zusätzliche öffentliche Parkplätze gebe es im Güstrower Weg.

 Sozialwohnungsbau kann sich Bürgermeister Uwe Meister auch auf dem ehemaligen Aldi-Grundstück vorstellen. Er geht von 25 bis 30 Wohnungen aus – nicht nur für Flüchtlinge.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr zum Artikel
Kommentar

Europa wird umdenken müssen. Natürlich sagt sich das leichter, als es in der politischen Praxis möglich ist. Ein zügiges, möglicherweise sogar kollektives Asylverfahren für Menschen aus Staaten, in denen wie in Syrien Krieg herrscht, könnte vielversprechend sein, weil damit auch eine rasche Arbeitserlaubnis und somit weniger soziale Lasten verbunden sind.

mehr