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Mit dem Abriss begannen die Probleme

Kronshagen Mit dem Abriss begannen die Probleme

Marianne Preuße-Böttcher aus Kronshagen ist querschnittsgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Sie und ihr Mann Reinhard Böttcher dürfen eine Gartenhütte für den Rollstuhl nach dem Abriss nicht neu bauen, denn die Zustimmung aller Nachbarn fehlt. Die Verwaltung will nun einen Schiedsmann hinzu ziehen.

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Marianne Preuße-Böttcher und Ihr Mann Reinhard Böttcher wollen wieder ein Gartenhaus bauen, um Rollstuhl und Handbike der querschnittsgelämten Frau unterstellen zu können.

Quelle: Sven Janssen

Kronshagen. Seit über 30 Jahren wohnen Marianne Preuße-Böttcher und ihr Mann Reinhard Böttcher in der Volbehrstraße in Kronshagen. Seit 20 Jahren ist Marianne Preuße-Böttcher querschnittsgelähmt und auf Elektro-Rollstuhl oder Handbike angewiesen. Die waren immer im Gartenhaus untergestellt, das im vergangenen Jahr wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Damit begannen die Probleme des Ehepaares.

 Einfach an selber Stelle ein neues Haus bauen, wie es die beiden vorhatten, ist nicht erlaubt. Der Bebauungsplan legt fest, dass an dieser Stelle keine Nebenanlage errichtet werden darf. „Mit dem Abriss ging auch der Bestandsschutz verloren. Hätten wir das alte Gartenhaus saniert, wäre alles in Ordnung gewesen“, erklärte Böttcher, der einen Befreiungsantrag stellte, um dort doch wieder bauen zu können.

 Dem Antrag stimmte die Gemeinde nur unter der Bedingung zu, dass die Nachbarn einverstanden seien. „Die Zustimmung aller Nachbarn gab es nicht, deshalb haben wir unseren Antrag zurückgezogen“, so Böttcher. „Da wir auf dem Grundstück eine Rampe gebaut haben, damit meine Frau ins Haus kommt, gibt es innerhalb der erlaubten Flächen keine Möglichkeit, ein Gartenhaus aufzustellen.“

 Bauausschussvorsitzender Robert Schall (SPD), der das Paar wegen seiner Kandidatur zum Bürgermeister besucht hatte, habe vorgeschlagen, eine B-Plan-Änderung zu beantragen und das Thema im Bauausschuss zu behandeln. Der Antrag wurde gestellt und vom Gremium in der vergangenen Sitzung vertagt. Seitens der Verwaltung waren Bedenken angemeldet worden, dass eine Änderung weitere Anträge nach sich ziehen würde, die bislang abgelehnt worden seien. Das Ziel des B-Planes, große zusammenhängende Flächen für die Natur zu schaffen, wäre damit verfehlt.

 Der Ausschuss riet einhellig dazu, dass mittels eines Schiedsmannes eine einvernehmliche Lösung mit den Nachbarn versucht werden soll. Die Verwaltung signalisierte auf Nachfrage dieser Zeitung, dass für den Bau eines Gartenhäuschens an anderer Stelle, direkt im Anschluss an die Böschung der Terrasse, ein Befreiungsantrag genehmigt werden könnte, bei dem eine Zustimmung der Nachbarn nicht zwingend notwendig sei. „Ich hoffe, jetzt einfach auf eine Lösung, mit der alle gut leben können“, sagte Marianne Preuße-Böttcher.

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