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Uganda-Freunde trotzten Sturmtief

Kronshagen Uganda-Freunde trotzten Sturmtief

Bei Sturmtief "Sebastian" eröffnete der neue Freundschaftsverein Kronshagen-Bushenyi/Ishaka am Dienstag seine Uganda-Ausstellung im Rathaus Kronshagen. Das Extrem-Wetter schreckte nicht viele: Knapp 100 Besucher trotzten Regen und Sturm.

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Schwelgten in Erinnerungen: Klaus-Peter Dörfer (links) und Fred Arinaitwe Bitahwa schleppten 1986 in Uganda gemeinsam Steine beim Aufbau des späteren Kronshagen-Hauses in Rukararwe.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Bürgervorsteher Bernd Carstensen (CDU) zeigte sich überrascht und begeistert zugleich: „Trotz Warnung, nicht aus dem Haus zu gehen, sind so viele Besucher gekommen.“ Das Thema Uganda hat es in Kronshagen nie leicht gehabt, obwohl hinter ihm eine schon mehr als 30-jährige Geschichte steht.

Zu den Männern der ersten Stunde gehört auch Fred Arinaitwe Bitahwa, der 1988 nach Kiel kam. Er ist der Bruder von Nine Samson Bitahwa, dem gestorbenen ehemaligen ugandischen Botschafter in Berlin, der unter der Schreckensherrschaft von Idi Amin nach Kronshagen geflohen war. 1986 hob er zusammen mit dem damaligen Pastor Klaus Onnasch das Entwicklungshilfeprojekt in Rukararwe aus der Taufe. Mit von der Partie war damals auch der Kronshagener Klaus-Peter Dörfer. „Wir haben in Familien gelebt und auf Feldern gearbeitet. Mit Fred habe ich Steine für das Kronshagen-Haus geschleppt, und von Nine lernte ich das Trommeln“, erinnerte sich Dörfer.

Fred Bitahwa, der erst vor drei Wochen aus Bushenyi zurückgekehrt ist, überbrachte Grüße von Bürgermeister Kamugasha Jackson. In einem Brief an seinen Amtskollegen Ingo Sander (CDU) betonte er, dass die Partnerschaft weiter wachse. Die Umsetzung der gemeinsam entwickelten Ideen für Erneuerbare Energien und Umweltschutz schritten voran. Er dankte für die Unterstützung aus Kronshagen, Fair-Trade-Produkte und Handwerksartikel nach Deutschland zu bringen. Eventuell gibt es auf dem Wochenmarkt in Neumünster bald gerösteten Bushenyi-Kaffee zu kaufen.

„Solche Grüße sind wichtig, damit es immer ein Hin und Her gibt“, betonte Ev Pagel, Vorsitzende des Freundschaftsvereins. Schon längst gehe es in den Beziehungen nicht mehr um Hilfe, sondern um Weiterentwicklung von Freunden und Partnern. Dazu sollen auch die vier Arbeitsgruppen beitragen, die der Verein gegründet hat: Ökoreisen, Natur und Umwelt, Gesundheit sowie fairer Handel. Im Oktober bricht eine neue Reisegruppe nach Uganda auf - mit Rekordbeteiligung von 17 Teilnehmern.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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