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Wärme und Strom für die Zukunft

Kronshagen Wärme und Strom für die Zukunft

Als die Gemeinde Kronshagen 1992 das Blockheizkraftwerk (BHKW) am Suchsdorfer Weg 70 bauen ließ, war es das erste im Kieler Umland. Seither versorgt es zahlreiche Liegenschaften mit Fernwärme und erzeugt gleichzeitig Strom. Im Herbst wollen die Versorgungsbetriebe (VBK) die veraltete Anlage erneuern lassen.

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Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. „Es war damals eine politische Entscheidung. Kronshagen wollte neue Wege in der Energieanwendung gehen“, sagt Joachim Kledtke, VBK-Geschäftsführer. Ein BHKW kann den CO2-Ausstoß sowie den Verbrauch an Primärenergie reduzieren. Doch den ökologischen Pilotversuch erkaufte die Gemeinde teuer. „Die Technik war noch unreif und funktionierte nicht so reibungslos wie erwartet“, erläutert Kledtke. Vor allem die vielen Starts und Stopps der Anlage belasteten den Motor. Erst einige Umbauten sicherten einen relativ reibungslosen Betrieb. „Anfänglich lief das BHKW sehr stark defizitär; erst in den vergangenen Jahren gelangte es in einen vernünftigen wirtschaftlichen Bereich“, betont Kledtke. Die negativen Erfahrungen verunsicherten die Politik: Beim Bau des Rathauses sprach sie sich mehrheitlich gegen den Einbau eines Mini-BHKWs aus. Auch das Wohngebiet Hühnerland wurde nicht wie ursprünglich geplant an das Fernwärmenetz angeschlossen.

 Seit 23 Jahren versorgt die Anlage nicht nur die beiden Sporthallen und das Schulzentrum am Suchsdorfer Weg, sondern auch rund 50 Wohneinheiten am Eichkoppelweg sowie im Grasweg. Zudem sind die Eichendorff-Schule, das Bürgerhaus und die Gemeindebücherei an das Netz angeschlossen. Etwa eine drei Viertel Millionen Euro investieren die Versorgungsbetriebe in die Erneuerung. Dafür gab die Gemeinde grünes Licht und setzte damit ein Zeichen, dass die Fernwärmeversorgung durch das BHKW Zukunft hat. „Die Ausschreibung läuft. Gibt es keine Engpässe, geht der Umbau in den Herbstferien über die Bühne“, sagt der Geschäftsführer.

 Erneuert werden nicht nur betagte Motoren und Steuerelemente: Auch die Lieferverträge werden zum Oktober an die neue Rechtsprechung angepasst. Sie dürfen künftig nur noch zehn Jahre währen. Betriebswirtschaftlich müsste sich die Anlage im gleichen Zeitraum amortisieren. Die VBK setzen jedoch 20 Jahre an und geben den Kunden, darunter der Gemeinde, die Option, die Anlage nach zehn Jahren zurückzukaufen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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